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		<title>Backstory #4: Don&#8217;t drop the N-word</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Frank]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 19:47:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstory]]></category>
		<category><![CDATA[diebackstoryserie]]></category>
		<category><![CDATA[backstory 4]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten aus der Landbäckerei]]></category>
		<category><![CDATA[schaumkuss]]></category>
		<category><![CDATA[schaumkuss brötchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a><br />
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<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/dont-drop-the-n-word-klatschbroetchen/">Backstory #4: Don&#8217;t drop the N-word</a></p>
<p>Ein Brötchen mit Schaumkuss weckt Kindheitserinnerungen und plötzlich steht ein altes Wort mit an der Theke. Eine kleine Szene aus der Bäckerei über Sprache, Generationen und die Freiheit, Dinge heute anders zu nennen.</p>
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<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/dont-drop-the-n-word-klatschbroetchen/">Backstory #4: Don&#8217;t drop the N-word</a></p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><span>Don’t drop the N-Word</span></h1>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ein Brötchen. Ein Schaumkuss. Einmal kräftig zudrücken und reinbeißen. Für viele ist das der Geschmack von Pausenhof, klebrigen Fingern und Kindheit.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Für andere ist es ein Wort, das hängen bleibt. Nicht fluffig, knusprig und klebrig süß, nicht nostalgisch, nicht harmlos. Sondern verletzend.</span></p>
<p class="isSelectedEnd">Und manchmal reicht genau so ein Brötchen in der Auslage, damit es zwischen den Generationen kurz kracht, nicht laut und nicht böse, aber spürbar genug, dass man es direkt vor der Bäckertheke merkt.</p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Es ist Donnerstagnachmittag, 13:30 Uhr.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die Mittagswelle ist gerade durch. Die belegten Brötchen sind weniger geworden, der Kaffeeautomat gurgelt noch vor sich hin, und draußen hängt dieser typische Wochentagsnachmittag in der Luft: ein bisschen müde, ein bisschen eilig, ein bisschen „eigentlich müsste ich noch einkaufen“.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Da geht die Tür auf.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Eine Mutter kommt mit ihrem Kind in die Bäckerei. Das Kind ist vielleicht sechs oder sieben Jahre alt, also genau in diesem Alter, in dem man noch mit dem ganzen Gesicht staunen kann. Es läuft direkt zur Glasvitrine, stellt sich auf die Zehenspitzen und drückt sich fast die Nase platt.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Vor ihm liegen Laugenstangen, Amerikaner, Streuselschnecken, Franzbrötchen, ein paar Mandelhörnchen. Und mittendrin: ein Brötchen, aus dem ein Schaumkuss herausragt wie ein kleiner Schokoladenvulkan kurz vor dem Ausbruch.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das Kind reißt die Augen auf.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Oooh Mama, was ist DAS? Das will ich!“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die Mutter beugt sich herunter. Ihr Blick fällt auf das Brötchen. Und dann passiert dieser eine kleine Moment, den man hinter der Theke sehr genau erkennt.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Sie weiß, was sie sagen will.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das Wort liegt schon auf ihrer Zunge. Es ist quasi vorne an der Kante. Bereit zum Sprung. Ein Wort aus ihrer Kindheit. Ein Wort, das früher auf Schulhöfen, bei Bäckern, auf Kindergeburtstagen und in Freibadkiosken ganz selbstverständlich benutzt wurde.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Sie holt Luft.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Ach guck mal… das ist ein—“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Pause.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Nicht lang. Aber lang genug.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Man sieht förmlich, wie es in ihrem Kopf arbeitet. Früher hieß das doch so. Aber darf man das noch sagen? Sagt man das noch? Wie heißt das jetzt? Was sagt man, ohne dass gleich jemand guckt?</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und noch bevor sie sich sortieren kann, kommt das Kind ihr zuvor.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Es rollt mit den Augen. So wie Kinder mit den Augen rollen, wenn Erwachsene wieder kurz davor sind, sich gesellschaftlich komplett ins Aus zu manövrieren.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Mama, das sagt man heute nicht mehr!“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Stille.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Drei Menschen in der Schlange drehen sich gleichzeitig ein kleines bisschen um. Nicht auffällig natürlich. Wir sind ja im Norden. Hier wird nicht gestarrt, hier wird nur sehr präzise aus dem Augenwinkel beobachtet.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Einer hustet. Eine ältere Dame schaut plötzlich sehr interessiert auf die Mehrkornbrötchen. Und ich stehe hinter der Theke, hebe innerlich eine Augenbraue und denke: Ja. Da ist sie wieder. Die kleine Schaumkuss-Debatte des Alltags.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die Mutter wird rot.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Ich wollte doch nur… also früher hieß das doch noch…“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und genau da liegt der ganze Knoten.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Denn ja, früher hieß vieles anders. Früher hat man vieles gesagt, ohne groß darüber nachzudenken. Manche Worte waren Teil des Alltags, Teil der Kindheit, Teil von Erinnerungen. Aber nur weil ein Wort früher normal war, war es nicht automatisch gut.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das ist vielleicht der unangenehmste Teil an Nostalgie: Sie fühlt sich warm an, aber sie hat nicht immer recht.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ich lächle die Mutter an.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Das ist unser Klatschbrötchen“, sage ich. „Manche nennen es auch Matschbrötchen.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das Kind nickt zufrieden, als hätte es gerade einen wichtigen Punkt in einer internationalen Verhandlung geklärt.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Dann nehme ich ein Klatschbrötchen.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Sehr gut. Fall erledigt. Weltfrieden vorerst wiederhergestellt.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und trotzdem bleibt diese Szene bei mir hängen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Denn hinter der Theke sieht man viele kleine Dinge, die größer sind, als sie auf den ersten Blick wirken. Menschen kaufen Brötchen, Kaffee, Kuchen, belegte Schrippen. Aber sie bringen immer auch etwas mit: Gewohnheiten, Erinnerungen, Unsicherheiten, Sätze von früher.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Manche bestellen „wie immer“, obwohl sie seit drei Wochen etwas anderes nehmen wollen, um den lieben Hausfrieden nicht zu gefährden</span><span>. Manche sagen „Moin“ und meinen damit alles von „Guten Tag“ bis „Ich hatte eine anstrengende Woche“. Und manche stehen vor einem Brötchen mit Schaumkuss und merken plötzlich, dass Sprache sich verändert hat, während sie selbst nur kurz Brötchen holen wollten.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ich bin in der DDR aufgewachsen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Für uns war schon ein einzelner Schokokuss etwas Besonderes. Ein kleines Fest. Ein Brötchen drumherum? Das wäre fast übertrieben gewesen. Wenn es einen Schokokuss gab, dann aß man ihn. Möglichst schnell. Möglichst ohne großes Drama. Und wenn mehrere Kinder in der Nähe waren, vielleicht auch ein bisschen heimlich, um keinen Unfrieden zu stiften.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Im Osten klebte man sich eher eine Schlagersüßtafel zwischen zwei Brötchenhälften. Das war praktisch, süß und sättigend. Ich kenne das nur vom Hörensagen. Ein Schokokuss hatte nicht diesen selbstverständlichen Pausenhofstatus, den er für viele im Westen hatte.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Vielleicht sehe ich deswegen in diesem Klatschbrötchen nicht nur ein Stück Kindheit. Ich sehe auch ein kleines Stück Freiheit.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die Freiheit, Dinge neu zu nennen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die Freiheit, schöne Erinnerungen zu behalten, ohne verletzende Worte mitzuschleppen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die Freiheit, zu sagen: Ja, das war früher so. Und nein, wir müssen es nicht genauso weitergeben.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ich glaube, genau darum geht es oft. Nicht darum, jemandem die Kindheit wegzunehmen. Nicht darum, alles zu verbieten, was früher einmal normal war. Sondern darum, hinzuhören. Zu verstehen, dass ein Wort für die eine Person harmlos klingen kann, während es für eine andere nicht harmlos ist.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und ganz ehrlich: Wenn ein Brötchen daran scheitert, dass es einen neuen Namen bekommt, dann war es vielleicht nie besonders stabil gebaut.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Unseres hält das aus.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Es heißt Klatschbrötchen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und der Name passt hervorragend. Denn bei uns wird der Schaumkuss nicht einfach dekorativ zwischen zwei Brötchenhälften gelegt und dann nobel überreicht. Nein. Der eigentliche Zauber passiert erst beim Klatschen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Man nimmt das Brötchen. Man klappt es zusammen. Der Schaum verteilt sich. Die Schokolade knackt. Es wird ein bisschen chaotisch. Ein bisschen klebrig. Ein bisschen herrlich.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Kurz gesagt: Es sieht danach nicht mehr unbedingt elegant aus.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Aber es schmeckt.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und vielleicht ist das die schönste Lösung für diesen kleinen Kulturclash an der Theke: Wir diskutieren nicht ewig über das alte Wort. Wir nehmen ein neues. Wir klatschen das Brötchen zusammen. Und dann essen wir es.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Natürlich frage ich vorher.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Immer.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Soll ich für Sie klatschen oder möchten Sie selbst klatschen?“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Diese Frage ist inzwischen einer meiner liebsten Sätze hinter der Theke.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Manche lachen sofort. Manche gucken kurz irritiert. Manche sagen: „Ach, machen Sie mal, Sie können das bestimmt besser.“ Und Kinder wollen natürlich fast immer selbst klatschen. Verständlich. Wann darf man schon mal offiziell Essen plattdrücken?</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Dann steht da ein Kind vor der Theke, nimmt dieses Brötchen entgegen, beißt hinein und hat Schaum an der Nase. Die Mutter lacht. Die Schlange entspannt sich. Der ältere Herr, der eben noch sehr interessiert auf die Mehrkornbrötchen geguckt hat, bestellt plötzlich auch eins.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Aber bitte schon geklatscht.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>So einfach kann es manchmal sein.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ein Brötchen. Ein Schaumkuss. Ein neues Wort. Ein kleines Lächeln.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und irgendwo dazwischen passiert etwas, das größer ist als ein Gebäckstück. Sprache bewegt sich. Menschen bewegen sich mit. Nicht immer elegant. Nicht immer ohne Stolpern. Aber manchmal reicht schon ein Kind, das sagt: „Mama, das sagt man heute nicht mehr.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und eine Bäckerei, die antwortet:</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Stimmt. Bei uns heißt das Klatschbrötchen.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Während draußen die Welt manchmal hitzig diskutiert, machen wir hinter der Theke weiter, was wir am besten können: Brötchen einpacken, Kaffee ausschenken, zuhören, lächeln und ab und zu ein kleines Stück Frieden zusammenklatschen.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das Leben kann so einfach sein.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Zumindest für einen Moment.</span></p>
<p><span>Und manchmal reicht dafür ein Brötchen mit Schaumkuss.</span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>MOIN ❤️ Hier schreibt Yvonne. Ich verbinde Publishing, Sprachen und digitale Barrierefreiheit. In meinem Journal schreibe ich über gute Kommunikation, kluge Strukturen – und dazwischen gibt es die eine oder andere Backstory aus unserer kleinen, feinen Landbäckerei.</p></div>
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		<title>Backstory #3: Da steht ein Pony vor der Bäckerei.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Frank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 19:50:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstory]]></category>
		<category><![CDATA[diebackstoryserie]]></category>
		<category><![CDATA[Backstory 3]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten aus der Landbäckerei]]></category>
		<category><![CDATA[Jana]]></category>
		<category><![CDATA[Kristin]]></category>
		<category><![CDATA[Pony]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a><br />
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<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/backstory-3-pony-vor-der-backerei/">Backstory #3: Da steht ein Pony vor der Bäckerei.</a></p>
<p>Wenn Kundinnen nicht mit Hund, sondern mit Shetlandpony Brötchen kaufen kommen: Backstory #3 erzählt von Jana, Zwergi und einem tierischen Besuch vor der Bäckerei.</p>
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Im Laden war es ruhig genug, um kurz durchzuatmen \u2013 aber nicht ruhig genug, um damit zu rechnen, dass gleich ein Shetlandpony vor der B\u00e4ckerei steht.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Aber genau so kam es.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;An diesem Freitag kam Jana.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und dieses Mal kam sie nicht allein \u2013 wie sonst \u2013 nach ihrer Arbeit in einem Waldkindergarten. Sie erz\u00e4hlte mir auch nichts vom Pferd \u2013 wie so oft, wenn wir uns sehen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Nein.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Sie brachte Kristin mit, eine Freundin.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und Zwergi.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ihr schwarzes Shetlandpony.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Denn wer braucht schon ein Auto, wenn man auch stilvoll auf vier Hufen Br\u00f6tchen holen kann?&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ganz so war es nat\u00fcrlich nicht.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Jana kenne ich schon eine ganze Weile.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Jana ist so ein Mensch, bei dem man nie genau wei\u00df, ob sie gleich nur einen Kaffee bestellt oder nebenbei noch drei Termine, zwei Reitstunden und eine Wetterlage im Kopf sortiert. Sie kommt nicht einfach in die B\u00e4ckerei. Sie ist pl\u00f6tzlich da. Meistens mit guter Laune, manchmal mit Pferdehaaren an der Kleidung und fast immer auf dem Sprung zur Koppel.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Sie ist Erlebnisp\u00e4dagogin und Reitlehrerin \u2013 und eine echte Ureinwohnerin unseres Dorfes. Aufgewachsen hinterm Sch\u00fcberg, zwischen Feldern, W\u00e4ldern und dem Duft frischer Br\u00f6tchen. Nat\u00fcrlich aus unserer B\u00e4ckerei.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Nachmittags ist Jana meistens auf der Koppel \u2013 bei ihren Islandpferden, ihren Litrikir hestar.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Litrikir hestar ist Isl\u00e4ndisch und bedeutet \u201ebunte Pferde\u201c. Ein Begriff, der perfekt zu Janas bunter Herde passt.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Denn Janas Leben ist \u2013 im wahrsten Sinne des Wortes \u2013 ein Ponyhof.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ein bunter Ponyhof.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;span&gt;Andere machen Marketing. Bei uns steht ein Pony vor der T\u00fcr.&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Jana war \u00fcbrigens eine der Ersten, die ich kennenlernte, als ich neu im Laden war.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Sie war hocherfreut, dass wir nach drei langen Jahren endlich wieder nachmittags ge\u00f6ffnet hatten \u2013 nach einer Zeit, in der sie auf eine andere B\u00e4ckerei ausweichen musste.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ihr wisst schon: die mit dem Podcast, dem Franz-Merch und dem Umweg auf dem Weg zur Pferdekoppel \u2013 mehr dazu erz\u00e4hle ich in &lt;strong&gt;&lt;a href=\&quot;https:\/\/multilingual-publishing.de\/backstory-2-franzbroetchen\/\&quot;&gt;Backstory #2 \u00fcber das Franzbr\u00f6tchen, das erst noch gebacken werden musste&lt;\/a&gt;&lt;\/strong&gt;.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Das waren harte Jahre f\u00fcr Jana.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Aber seit unser Laden wieder nachmittags ge\u00f6ffnet ist, schaut sie regelm\u00e4\u00dfig vorbei. Und nicht nur das: Sie schickt auch die Eltern der Kinder, die bei ihr Reitunterricht nehmen, zu uns in die B\u00e4ckerei.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Daf\u00fcr lieben wir sie noch ein bisschen mehr.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Andere brauchen Kampagnen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Bei uns reicht manchmal ein schwarzes Shetlandpony vor der T\u00fcr. Kein Redaktionsplan. Kein Radiospot. Kein Claim. Nur Zwergi, vor der B\u00e4ckerei, als w\u00e4re das v\u00f6llig normal.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und vielleicht ist genau das der Punkt.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Manche Geschichten entstehen nicht, weil man sie plant. Sie stehen pl\u00f6tzlich vor der T\u00fcr. Mit M\u00e4hne.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;span&gt;Jana, Kristin und Zwergi kaufen ein&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Weil ich meine Stammkunden kenne, wei\u00df ich sofort, womit ich Jana gl\u00fccklich machen kann:&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Mit einem gro\u00dfen Latte Macchiato zum Mitnehmen \u2013 und, ganz wichtig, einem Extraschuss kalter Milch.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Das ist kein Detail. Das ist Stammkundenwissen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Denn in einer B\u00e4ckerei geht es irgendwann nicht mehr nur darum, was jemand bestellt. Es geht darum, dass man wei\u00df, wie jemand seinen Kaffee trinkt, welches Br\u00f6tchen immer geht und wann ein \u201ewie immer?\u201c v\u00f6llig ausreicht.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Doch diesmal war auch Kristin dabei.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und Zwergi.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Es war hei\u00df. Also griffen die beiden im Vorbeigehen in den K\u00fchlschrank: Eine Bio-Limo f\u00fcr Jana und ein isotonisches Getr\u00e4nk f\u00fcr Kristin \u2013 in einer Farbe, die perfekt zu ihren lackierten Fingern\u00e4geln passte.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und die sind wirklich sch\u00f6n.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Nat\u00fcrlich blieb es nicht bei den Getr\u00e4nken.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ein paar belegte Br\u00f6tchen wanderten noch in die T\u00fcten. Und nat\u00fcrlich ein, zwei Franzbr\u00f6tchen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Man muss ja schlie\u00dflich bis zum Abend durchhalten.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Auf der Weide. Mit Kindern auf Pferden. Bei Sommerhitze. Und mit Zwergi im Schlepptau.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Drau\u00dfen wartete Zwergi w\u00e4hrenddessen erstaunlich geduldig. Ein schwarzes Shetlandpony vor der B\u00e4ckerei. Nicht davor geparkt \u2013 das klingt zu technisch. Eher: abgestellt wie ein sehr kleines, sehr selbstbewusstes Verkehrsmittel.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Wer vorbeikam, musste gucken.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Nat\u00fcrlich musste man gucken.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Wann steht schon mal ein Pony vor der B\u00e4ckerei?&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Kinder schauen anders, wenn ein Pony im Spiel ist. Erwachsene \u00fcbrigens auch. Nur versuchen Erwachsene meistens so zu tun, als w\u00fcrden sie ganz normal vorbeigehen, w\u00e4hrend sie innerlich l\u00e4ngst denken:&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ist das gerade wirklich ein Pony?&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ja.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;War es.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;span&gt;Die Sache mit dem Bargeld&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Als es ans Bezahlen ging, passierte das, was bei Jana immer passiert:&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ganz l\u00e4ssig zog sie einen dicken Packen Geldscheine aus der Hosentasche.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Man k\u00f6nnte fast meinen, sie h\u00e4tte ein lukratives Zweitbusiness als Geldeintreiberin auf dem Kiez.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Aber nein \u2013 Jana gibt Reitunterricht. Und viele Eltern zahlen die Reitstunden eben noch ganz klassisch: bar auf die Hand.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Kristin und ich k\u00f6nnen uns jedes Mal ein Grinsen nicht verkneifen. Besonders, wenn Jana dann an manchen Tagen auch noch mit dem dicken Auto ihres Mannes vorf\u00e4hrt.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Dann ist das Bild komplett.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Einmal hatte ich einen Kunden im Laden, der mir einen gro\u00dfen Geldschein hinhielt, den ich nicht wechseln konnte. In genau diesem Moment betrat Jana die B\u00e4ckerei.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ich rief ihr zu:&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;\u201eKannst du mal eben 100 Euro wechseln?\u201c&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und nat\u00fcrlich konnte Jana.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Jana kann immer wechseln.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Zumindest f\u00fchlt es sich so an.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Vielleicht ist sie keine Geldeintreiberin. Aber als mobile Wechselstube w\u00e4re sie absolut glaubw\u00fcrdig.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;span&gt;Und Zwergi?&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Zwergi wartete w\u00e4hrenddessen weiter drau\u00dfen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Geduldig.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Gelassen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ein bisschen so, als h\u00e4tte er schon viele Dinge gesehen und als w\u00fcrde ihn eine B\u00e4ckerei nun wirklich nicht aus der Ruhe bringen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Vielleicht war er sogar der professionellste von uns allen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;W\u00e4hrend drinnen Getr\u00e4nke, belegte Br\u00f6tchen, Franzbr\u00f6tchen und Geldscheine \u00fcber die Theke gingen, stand drau\u00dfen dieses kleine schwarze Pony und machte aus einem ganz normalen Freitagnachmittag eine Geschichte.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Keine gro\u00dfe Inszenierung. Kein Event. Kein \u201etierischer Aktionstag\u201c mit Plakat und Anmeldung.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Nur Jana. Kristin. Zwergi. Und eine B\u00e4ckerei, die f\u00fcr ein paar Minuten aussah wie die Kulisse eines sehr norddeutschen Kinderbuchs.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und dann kam der Abschied.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Jana und Kristin machten sich wieder auf den Weg. Die Getr\u00e4nke waren verstaut, das Proviant f\u00fcr sp\u00e4ter auch, die Franzbr\u00f6tchen sowieso. Zwergi war bereit.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Naja.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Fast.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Denn Zwergi hinterlie\u00df uns zum Schluss noch ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk vor der B\u00e4ckerei.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Kein Witz.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Einen kleinen Haufen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Man kann jetzt sagen: Das geh\u00f6rt dazu.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Man kann auch sagen: Wer mit Pony einkaufen geht, bringt eben nicht nur Gespr\u00e4chsstoff mit.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und so endete dieser B\u00e4ckereibesuch nicht mit einem klassischen \u201eSch\u00f6nen Tag noch\u201c, sondern mit einem Haufen vor der T\u00fcr und einer Geschichte, die seitdem immer wieder erz\u00e4hlt werden kann.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;So ist das bei uns:&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Manche kommen mit Hund. Manche mit Kind. Jana kam mit Zwergi.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und Zwergi hinterlie\u00df nicht nur Eindruck.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=\&quot;isSelectedEnd\&quot;&gt;&lt;span&gt;Hat dir diese Geschichte gefallen? Dann lies direkt weiter. &lt;\/span&gt;&lt;span style=\&quot;font-size: 18px;\&quot;&gt;In der n\u00e4chsten Backstory geht es um Schulhoferinnerungen, ein Schaumkuss-Br\u00f6tchen und ein altes Wort, das heute nicht mehr an die Theke geh\u00f6rt: &lt;\/span&gt;&lt;strong style=\&quot;font-size: 18px;\&quot;&gt;&lt;a href=\&quot;https:\/\/multilingual-publishing.de\/dont-drop-the-n-word-klatschbroetchen\/\&quot;&gt; Don&#8217;t drop the N-Word!&lt;\/a&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;&quot;,&quot;tablet&quot;:&quot;&lt;h1 data-pm-slice=\&quot;1 1 []\&quot;&gt;&lt;span&gt;Da steht ein Pony vor der B\u00e4ckerei&lt;\/span&gt;&lt;\/h1&gt;\n&lt;p data-pm-slice=\&quot;1 1 []\&quot;&gt;&lt;span&gt;Wenn Kunden ihr Haustier mitbringen, um Br\u00f6tchen zu kaufen \u2013 und es kein Hund ist &lt;\/span&gt;&lt;span&gt;\u2026 dann ist das kein gew\u00f6hnlicher B\u00e4ckereibesuch, sondern eine tierisch gute Geschichte aus unserer B\u00e4ckerei.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Es war ein Freitag im August.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Einer dieser Sommertage, an denen die Luft schon am Nachmittag nach warmem Asphalt, Staub, Sonnencreme und Feierabend riecht. Im Laden war es ruhig genug, um kurz durchzuatmen \u2013 aber nicht ruhig genug, um damit zu rechnen, dass gleich ein Shetlandpony vor der B\u00e4ckerei steht.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Aber genau so kam es.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;An diesem Freitag kam Jana.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und dieses Mal kam sie nicht allein \u2013 wie sonst \u2013 nach ihrer Arbeit in einem Waldkindergarten. Sie erz\u00e4hlte mir auch nichts vom Pferd \u2013 wie so oft, wenn wir uns sehen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Nein.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Sie brachte Kristin mit, eine Freundin.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und Zwergi.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ihr schwarzes Shetlandpony.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Denn wer braucht schon ein Auto, wenn man auch stilvoll auf vier Hufen Br\u00f6tchen holen kann?&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ganz so war es nat\u00fcrlich nicht.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Jana kenne ich schon eine ganze Weile.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Jana ist so ein Mensch, bei dem man nie genau wei\u00df, ob sie gleich nur einen Kaffee bestellt oder nebenbei noch drei Termine, zwei Reitstunden und eine Wetterlage im Kopf sortiert. Sie kommt nicht einfach in die B\u00e4ckerei. Sie ist pl\u00f6tzlich da. Meistens mit guter Laune, manchmal mit Pferdehaaren an der Kleidung und fast immer auf dem Sprung zur Koppel.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Sie ist Erlebnisp\u00e4dagogin und Reitlehrerin \u2013 und eine echte Ureinwohnerin unseres Dorfes. Aufgewachsen hinterm Sch\u00fcberg, zwischen Feldern, W\u00e4ldern und dem Duft frischer Br\u00f6tchen. Nat\u00fcrlich aus unserer B\u00e4ckerei.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Nachmittags ist Jana meistens auf der Koppel \u2013 bei ihren Islandpferden, ihren Litrikir hestar.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Litrikir hestar ist Isl\u00e4ndisch und bedeutet \u201ebunte Pferde\u201c. Ein Begriff, der perfekt zu Janas bunter Herde passt.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Denn Janas Leben ist \u2013 im wahrsten Sinne des Wortes \u2013 ein Ponyhof.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ein bunter Ponyhof.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;span&gt;Andere machen Marketing. Bei uns steht ein Pony vor der T\u00fcr.&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Jana war \u00fcbrigens eine der Ersten, die ich kennenlernte, als ich neu im Laden war.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Sie war hocherfreut, dass wir nach drei langen Jahren endlich wieder nachmittags ge\u00f6ffnet hatten \u2013 nach einer Zeit, in der sie auf eine andere B\u00e4ckerei ausweichen musste.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ihr wisst schon: die mit dem Podcast, dem Franz-Merch und dem Umweg auf dem Weg zur Pferdekoppel \u2013 mehr dazu erz\u00e4hle ich in &lt;strong&gt;&lt;a href=\&quot;https:\/\/multilingual-publishing.de\/backstory-2-franzbroetchen\/\&quot;&gt;Backstory #2 \u00fcber das Franzbr\u00f6tchen, das erst noch gebacken werden musste&lt;\/a&gt;&lt;\/strong&gt;.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Das waren harte Jahre f\u00fcr Jana.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Aber seit unser Laden wieder nachmittags ge\u00f6ffnet ist, schaut sie regelm\u00e4\u00dfig vorbei. Und nicht nur das: Sie schickt auch die Eltern der Kinder, die bei ihr Reitunterricht nehmen, zu uns in die B\u00e4ckerei.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Daf\u00fcr lieben wir sie noch ein bisschen mehr.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Andere brauchen Kampagnen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Bei uns reicht manchmal ein schwarzes Shetlandpony vor der T\u00fcr. Kein Redaktionsplan. Kein Radiospot. Kein Claim. Nur Zwergi, vor der B\u00e4ckerei, als w\u00e4re das v\u00f6llig normal.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und vielleicht ist genau das der Punkt.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Manche Geschichten entstehen nicht, weil man sie plant. Sie stehen pl\u00f6tzlich vor der T\u00fcr. Mit M\u00e4hne.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;span&gt;Jana, Kristin und Zwergi kaufen ein&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Weil ich meine Stammkunden kenne, wei\u00df ich sofort, womit ich Jana gl\u00fccklich machen kann:&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Mit einem gro\u00dfen Latte Macchiato zum Mitnehmen \u2013 und, ganz wichtig, einem Extraschuss kalter Milch.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Das ist kein Detail. Das ist Stammkundenwissen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Denn in einer B\u00e4ckerei geht es irgendwann nicht mehr nur darum, was jemand bestellt. Es geht darum, dass man wei\u00df, wie jemand seinen Kaffee trinkt, welches Br\u00f6tchen immer geht und wann ein \u201ewie immer?\u201c v\u00f6llig ausreicht.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Doch diesmal war auch Kristin dabei.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und Zwergi.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Es war hei\u00df. Also griffen die beiden im Vorbeigehen in den K\u00fchlschrank: Eine Bio-Limo f\u00fcr Jana und ein isotonisches Getr\u00e4nk f\u00fcr Kristin \u2013 in einer Farbe, die perfekt zu ihren lackierten Fingern\u00e4geln passte.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und die sind wirklich sch\u00f6n.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Nat\u00fcrlich blieb es nicht bei den Getr\u00e4nken.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ein paar belegte Br\u00f6tchen wanderten noch in die T\u00fcten. Und nat\u00fcrlich ein, zwei Franzbr\u00f6tchen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Man muss ja schlie\u00dflich bis zum Abend durchhalten.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Auf der Weide. Mit Kindern auf Pferden. Bei Sommerhitze. Und mit Zwergi im Schlepptau.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Drau\u00dfen wartete Zwergi w\u00e4hrenddessen erstaunlich geduldig. Ein schwarzes Shetlandpony vor der B\u00e4ckerei. Nicht davor geparkt \u2013 das klingt zu technisch. Eher: abgestellt wie ein sehr kleines, sehr selbstbewusstes Verkehrsmittel.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Wer vorbeikam, musste gucken.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Nat\u00fcrlich musste man gucken.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Wann steht schon mal ein Pony vor der B\u00e4ckerei?&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Kinder schauen anders, wenn ein Pony im Spiel ist. Erwachsene \u00fcbrigens auch. Nur versuchen Erwachsene meistens so zu tun, als w\u00fcrden sie ganz normal vorbeigehen, w\u00e4hrend sie innerlich l\u00e4ngst denken:&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ist das gerade wirklich ein Pony?&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ja.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;War es.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;span&gt;Die Sache mit dem Bargeld&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Als es ans Bezahlen ging, passierte das, was bei Jana immer passiert:&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ganz l\u00e4ssig zog sie einen dicken Packen Geldscheine aus der Hosentasche.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Man k\u00f6nnte fast meinen, sie h\u00e4tte ein lukratives Zweitbusiness als Geldeintreiberin auf dem Kiez.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Aber nein \u2013 Jana gibt Reitunterricht. Und viele Eltern zahlen die Reitstunden eben noch ganz klassisch: bar auf die Hand.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Kristin und ich k\u00f6nnen uns jedes Mal ein Grinsen nicht verkneifen. Besonders, wenn Jana dann an manchen Tagen auch noch mit dem dicken Auto ihres Mannes vorf\u00e4hrt.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Dann ist das Bild komplett.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Einmal hatte ich einen Kunden im Laden, der mir einen gro\u00dfen Geldschein hinhielt, den ich nicht wechseln konnte. In genau diesem Moment betrat Jana die B\u00e4ckerei.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ich rief ihr zu:&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;\u201eKannst du mal eben 100 Euro wechseln?\u201c&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und nat\u00fcrlich konnte Jana.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Jana kann immer wechseln.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Zumindest f\u00fchlt es sich so an.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Vielleicht ist sie keine Geldeintreiberin. Aber als mobile Wechselstube w\u00e4re sie absolut glaubw\u00fcrdig.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;span&gt;Und Zwergi?&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Zwergi wartete w\u00e4hrenddessen weiter drau\u00dfen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Geduldig.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Gelassen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ein bisschen so, als h\u00e4tte er schon viele Dinge gesehen und als w\u00fcrde ihn eine B\u00e4ckerei nun wirklich nicht aus der Ruhe bringen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Vielleicht war er sogar der professionellste von uns allen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;W\u00e4hrend drinnen Getr\u00e4nke, belegte Br\u00f6tchen, Franzbr\u00f6tchen und Geldscheine \u00fcber die Theke gingen, stand drau\u00dfen dieses kleine schwarze Pony und machte aus einem ganz normalen Freitagnachmittag eine Geschichte.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Keine gro\u00dfe Inszenierung. Kein Event. Kein \u201etierischer Aktionstag\u201c mit Plakat und Anmeldung.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Nur Jana. Kristin. Zwergi. Und eine B\u00e4ckerei, die f\u00fcr ein paar Minuten aussah wie die Kulisse eines sehr norddeutschen Kinderbuchs.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und dann kam der Abschied.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Jana und Kristin machten sich wieder auf den Weg. Die Getr\u00e4nke waren verstaut, das Proviant f\u00fcr sp\u00e4ter auch, die Franzbr\u00f6tchen sowieso. Zwergi war bereit.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Naja.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Fast.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Denn Zwergi hinterlie\u00df uns zum Schluss noch ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk vor der B\u00e4ckerei.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Kein Witz.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Einen kleinen Haufen.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Man kann jetzt sagen: Das geh\u00f6rt dazu.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Man kann auch sagen: Wer mit Pony einkaufen geht, bringt eben nicht nur Gespr\u00e4chsstoff mit.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und so endete dieser B\u00e4ckereibesuch nicht mit einem klassischen \u201eSch\u00f6nen Tag noch\u201c, sondern mit einem Haufen vor der T\u00fcr und einer Geschichte, die seitdem immer wieder erz\u00e4hlt werden kann.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;So ist das bei uns:&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Manche kommen mit Hund. Manche mit Kind. Jana kam mit Zwergi.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und Zwergi hinterlie\u00df nicht nur Eindruck.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span&gt;Hat dir diese Geschichte gefallen? Dann lies direkt weiter. &lt;span style=\&quot;font-size: 18px;\&quot;&gt;In der n\u00e4chsten Backstory geht es um Schulhoferinnerungen, ein Schaumkuss-Br\u00f6tchen und ein altes Wort, das heute nicht mehr an die Theke geh\u00f6rt: &lt;\/span&gt;&lt;strong style=\&quot;font-size: 18px;\&quot;&gt;&lt;a href=\&quot;https:\/\/multilingual-publishing.de\/dont-drop-the-n-word-klatschbroetchen\/\&quot;&gt; Don&#039;t drop the N-Word!&lt;\/a&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;&quot;}},&quot;slug&quot;:&quot;et_pb_text&quot;}" data-et-multi-view-load-tablet-hidden="true"><h1 data-pm-slice="1 1 &#091;&#093;"><span>Da steht ein Pony vor der Bäckerei</span></h1>
<p data-pm-slice="1 1 &#091;&#093;"><span>Wenn Kunden ihr Haustier mitbringen, um Brötchen zu kaufen – und es kein Hund ist </span><span>… dann ist das kein gewöhnlicher Bäckereibesuch, sondern eine tierisch gute Geschichte aus unserer Bäckerei.</span></p>
<p><span>Es war ein Freitag im August.</span></p>
<p><span>Einer dieser Sommertage, an denen die Luft schon am Nachmittag nach warmem Asphalt, Staub, Sonnencreme und Feierabend riecht. Im Laden war es ruhig genug, um kurz durchzuatmen – aber nicht ruhig genug, um damit zu rechnen, dass gleich ein Shetlandpony vor der Bäckerei steht.</span></p>
<p><span>Aber genau so kam es.</span></p>
<p><span>An diesem Freitag kam Jana.</span></p>
<p><span>Und dieses Mal kam sie nicht allein – wie sonst – nach ihrer Arbeit in einem Waldkindergarten. Sie erzählte mir auch nichts vom Pferd – wie so oft, wenn wir uns sehen.</span></p>
<p><span>Nein.</span></p>
<p><span>Sie brachte Kristin mit, eine Freundin.</span></p>
<p><span>Und Zwergi.</span></p>
<p><span>Ihr schwarzes Shetlandpony.</span></p>
<p><span>Denn wer braucht schon ein Auto, wenn man auch stilvoll auf vier Hufen Brötchen holen kann?</span></p>
<p><span>Ganz so war es natürlich nicht.</span></p>
<p><span>Jana kenne ich schon eine ganze Weile.</span></p>
<p><span>Jana ist so ein Mensch, bei dem man nie genau weiß, ob sie gleich nur einen Kaffee bestellt oder nebenbei noch drei Termine, zwei Reitstunden und eine Wetterlage im Kopf sortiert. Sie kommt nicht einfach in die Bäckerei. Sie ist plötzlich da. Meistens mit guter Laune, manchmal mit Pferdehaaren an der Kleidung und fast immer auf dem Sprung zur Koppel.</span></p>
<p><span>Sie ist Erlebnispädagogin und Reitlehrerin – und eine echte Ureinwohnerin unseres Dorfes. Aufgewachsen hinterm Schüberg, zwischen Feldern, Wäldern und dem Duft frischer Brötchen. Natürlich aus unserer Bäckerei.</span></p>
<p><span>Nachmittags ist Jana meistens auf der Koppel – bei ihren Islandpferden, ihren Litrikir hestar.</span></p>
<p><span>Litrikir hestar ist Isländisch und bedeutet „bunte Pferde“. Ein Begriff, der perfekt zu Janas bunter Herde passt.</span></p>
<p><span>Denn Janas Leben ist – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Ponyhof.</span></p>
<p><span>Ein bunter Ponyhof.</span></p>
<h2><span>Andere machen Marketing. Bei uns steht ein Pony vor der Tür.</span></h2>
<p><span>Jana war übrigens eine der Ersten, die ich kennenlernte, als ich neu im Laden war.</span></p>
<p><span>Sie war hocherfreut, dass wir nach drei langen Jahren endlich wieder nachmittags geöffnet hatten – nach einer Zeit, in der sie auf eine andere Bäckerei ausweichen musste.</span></p>
<p><span>Ihr wisst schon: die mit dem Podcast, dem Franz-Merch und dem Umweg auf dem Weg zur Pferdekoppel – mehr dazu erzähle ich in <strong><a href="https://multilingual-publishing.de/backstory-2-franzbroetchen/">Backstory #2 über das Franzbrötchen, das erst noch gebacken werden musste</a></strong>.</span></p>
<p><span>Das waren harte Jahre für Jana.</span></p>
<p><span>Aber seit unser Laden wieder nachmittags geöffnet ist, schaut sie regelmäßig vorbei. Und nicht nur das: Sie schickt auch die Eltern der Kinder, die bei ihr Reitunterricht nehmen, zu uns in die Bäckerei.</span></p>
<p><span>Dafür lieben wir sie noch ein bisschen mehr.</span></p>
<p><span>Andere brauchen Kampagnen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Bei uns reicht manchmal ein schwarzes Shetlandpony vor der Tür. Kein Redaktionsplan. Kein Radiospot. Kein Claim. Nur Zwergi, vor der Bäckerei, als wäre das völlig normal.</span></p>
<p><span>Und vielleicht ist genau das der Punkt.</span></p>
<p><span>Manche Geschichten entstehen nicht, weil man sie plant. Sie stehen plötzlich vor der Tür. Mit Mähne.</span></p>
<h2><span>Jana, Kristin und Zwergi kaufen ein</span></h2>
<p><span>Weil ich meine Stammkunden kenne, weiß ich sofort, womit ich Jana glücklich machen kann:</span></p>
<p><span>Mit einem großen Latte Macchiato zum Mitnehmen – und, ganz wichtig, einem Extraschuss kalter Milch.</span></p>
<p><span>Das ist kein Detail. Das ist Stammkundenwissen.</span></p>
<p><span>Denn in einer Bäckerei geht es irgendwann nicht mehr nur darum, was jemand bestellt. Es geht darum, dass man weiß, wie jemand seinen Kaffee trinkt, welches Brötchen immer geht und wann ein „wie immer?“ völlig ausreicht.</span></p>
<p><span>Doch diesmal war auch Kristin dabei.</span></p>
<p><span>Und Zwergi.</span></p>
<p><span>Es war heiß. Also griffen die beiden im Vorbeigehen in den Kühlschrank: Eine Bio-Limo für Jana und ein isotonisches Getränk für Kristin – in einer Farbe, die perfekt zu ihren lackierten Fingernägeln passte.</span></p>
<p><span>Und die sind wirklich schön.</span></p>
<p><span>Natürlich blieb es nicht bei den Getränken.</span></p>
<p><span>Ein paar belegte Brötchen wanderten noch in die Tüten. Und natürlich ein, zwei Franzbrötchen.</span></p>
<p><span>Man muss ja schließlich bis zum Abend durchhalten.</span></p>
<p><span>Auf der Weide. Mit Kindern auf Pferden. Bei Sommerhitze. Und mit Zwergi im Schlepptau.</span></p>
<p><span>Draußen wartete Zwergi währenddessen erstaunlich geduldig. Ein schwarzes Shetlandpony vor der Bäckerei. Nicht davor geparkt – das klingt zu technisch. Eher: abgestellt wie ein sehr kleines, sehr selbstbewusstes Verkehrsmittel.</span></p>
<p><span>Wer vorbeikam, musste gucken.</span></p>
<p><span>Natürlich musste man gucken.</span></p>
<p><span>Wann steht schon mal ein Pony vor der Bäckerei?</span></p>
<p><span>Kinder schauen anders, wenn ein Pony im Spiel ist. Erwachsene übrigens auch. Nur versuchen Erwachsene meistens so zu tun, als würden sie ganz normal vorbeigehen, während sie innerlich längst denken:</span></p>
<p><span>Ist das gerade wirklich ein Pony?</span></p>
<p><span>Ja.</span></p>
<p><span>War es.</span></p>
<h2><span>Die Sache mit dem Bargeld</span></h2>
<p><span>Als es ans Bezahlen ging, passierte das, was bei Jana immer passiert:</span></p>
<p><span>Ganz lässig zog sie einen dicken Packen Geldscheine aus der Hosentasche.</span></p>
<p><span>Man könnte fast meinen, sie hätte ein lukratives Zweitbusiness als Geldeintreiberin auf dem Kiez.</span></p>
<p><span>Aber nein – Jana gibt Reitunterricht. Und viele Eltern zahlen die Reitstunden eben noch ganz klassisch: bar auf die Hand.</span></p>
<p><span>Kristin und ich können uns jedes Mal ein Grinsen nicht verkneifen. Besonders, wenn Jana dann an manchen Tagen auch noch mit dem dicken Auto ihres Mannes vorfährt.</span></p>
<p><span>Dann ist das Bild komplett.</span></p>
<p><span>Einmal hatte ich einen Kunden im Laden, der mir einen großen Geldschein hinhielt, den ich nicht wechseln konnte. In genau diesem Moment betrat Jana die Bäckerei.</span></p>
<p><span>Ich rief ihr zu:</span></p>
<p><span>„Kannst du mal eben 100 Euro wechseln?“</span></p>
<p><span>Und natürlich konnte Jana.</span></p>
<p><span>Jana kann immer wechseln.</span></p>
<p><span>Zumindest fühlt es sich so an.</span></p>
<p><span>Vielleicht ist sie keine Geldeintreiberin. Aber als mobile Wechselstube wäre sie absolut glaubwürdig.</span></p>
<h2><span>Und Zwergi?</span></h2>
<p><span>Zwergi wartete währenddessen weiter draußen.</span></p>
<p><span>Geduldig.</span></p>
<p><span>Gelassen.</span></p>
<p><span>Ein bisschen so, als hätte er schon viele Dinge gesehen und als würde ihn eine Bäckerei nun wirklich nicht aus der Ruhe bringen.</span></p>
<p><span>Vielleicht war er sogar der professionellste von uns allen.</span></p>
<p><span>Während drinnen Getränke, belegte Brötchen, Franzbrötchen und Geldscheine über die Theke gingen, stand draußen dieses kleine schwarze Pony und machte aus einem ganz normalen Freitagnachmittag eine Geschichte.</span></p>
<p><span>Keine große Inszenierung. Kein Event. Kein „tierischer Aktionstag“ mit Plakat und Anmeldung.</span></p>
<p><span>Nur Jana. Kristin. Zwergi. Und eine Bäckerei, die für ein paar Minuten aussah wie die Kulisse eines sehr norddeutschen Kinderbuchs.</span></p>
<p><span>Und dann kam der Abschied.</span></p>
<p><span>Jana und Kristin machten sich wieder auf den Weg. Die Getränke waren verstaut, das Proviant für später auch, die Franzbrötchen sowieso. Zwergi war bereit.</span></p>
<p><span>Naja.</span></p>
<p><span>Fast.</span></p>
<p><span>Denn Zwergi hinterließ uns zum Schluss noch ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk vor der Bäckerei.</span></p>
<p><span>Kein Witz.</span></p>
<p><span>Einen kleinen Haufen.</span></p>
<p><span>Man kann jetzt sagen: Das gehört dazu.</span></p>
<p><span>Man kann auch sagen: Wer mit Pony einkaufen geht, bringt eben nicht nur Gesprächsstoff mit.</span></p>
<p><span>Und so endete dieser Bäckereibesuch nicht mit einem klassischen „Schönen Tag noch“, sondern mit einem Haufen vor der Tür und einer Geschichte, die seitdem immer wieder erzählt werden kann.</span></p>
<p><span>So ist das bei uns:</span></p>
<p><span>Manche kommen mit Hund. Manche mit Kind. Jana kam mit Zwergi.</span></p>
<p><span>Und Zwergi hinterließ nicht nur Eindruck.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Hat dir diese Geschichte gefallen? Dann lies direkt weiter. </span><span style="font-size: 18px;">In der nächsten Backstory geht es um Schulhoferinnerungen, ein Schaumkuss-Brötchen und ein altes Wort, das heute nicht mehr an die Theke gehört: </span><strong style="font-size: 18px;"><a href="https://multilingual-publishing.de/dont-drop-the-n-word-klatschbroetchen/"> Don&#8217;t drop the N-Word!</a></strong></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span>MOIN ❤️ Hier schreibt Yvonne. Ich verbinde Publishing, Sprachen und digitale Barrierefreiheit. In meinem Journal schreibe ich über gute Kommunikation, kluge Strukturen und die kleinen Beobachtungen dazwischen. </span><span>Ich mag meine Arbeit in der Bäckerei, Kundinnen mit Geschichten und Tiere, die vor der Tür warten, als wäre das alles völlig normal. </span><span style="font-size: 16px;">Hauptsache, alle haben Spaß.</span></p></div>
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		<title>Backstory #2: Das Franzbrötchen, das erst noch gebacken werden musste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Frank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 18:58:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstory]]></category>
		<category><![CDATA[diebackstoryserie]]></category>
		<category><![CDATA[backstory 2]]></category>
		<category><![CDATA[Franzbroetchen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten aus der Landbäckerei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a><br />
<img src="https://multilingual-publishing.de/wp-content/uploads/2026/05/Yvonne-Frank_backstory-2-true-crime-backstube-franzbroetchen.jpg" style="display: block; margin: 1em auto"><br />
<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/backstory-2-franzbroetchen/">Backstory #2: Das Franzbrötchen, das erst noch gebacken werden musste</a></p>
<p>Ein kaputtes Türschloss, eine ausgesperrte Frühschicht, ein hilfsbereiter Stammkunde und am Ende gibt es doch noch pünktlich Franzbrötchen. Eine echte Geschichte aus unserer Bäckerei.</p>
<p>The post <a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/backstory-2-franzbroetchen/">Backstory #2: Das Franzbrötchen, das erst noch gebacken werden musste</a> first appeared on <a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a> and is written by <a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/author/yvonnefrank/">Yvonne Frank</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a><br />
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<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/backstory-2-franzbroetchen/">Backstory #2: Das Franzbrötchen, das erst noch gebacken werden musste</a></p>

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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wenn Einbrecher das Türschloss demolieren, die Frühschicht ausgesperrt bleibt, ein Stammkunde die Situation rettet und es am Ende doch noch pünktlich Franzbrötchen gibt, dann ist das: eine Geschichte aus unserer Bäckerei.</p>
<p><span>Bei uns im Ort gibt es zwei Bäckereien. Die eine ist laut. Die andere backt.</span></p>
<p><span>Die eine macht einfach alles im Marketing, was geht: Podcast, Merch mit lustigen Franz-Sprüchen, Radiospots, in denen die besten Franzbrötchen der Stadt beworben werden. Natürlich kommen die aus genau dieser Bäckerei.</span></p>
<p><span>Ich glaube fast, wenn du dort ein Franzbrötchen kaufst, bekommst du automatisch auch einen Jingle zum Download dazu. Und der Jingle ist im Preis selbstverständlich inbegriffen.</span></p>
<p><span>Das ist schon clever. Wirklich. Ich kann das als Selbstständige sogar bewundern. Da hat jemand verstanden, wie Sichtbarkeit funktioniert: Wiedererkennbarkeit, Humor, Produktstolz, eine klare Botschaft und ein Gebäck, das als Marke funktioniert.</span></p>
<p><span>Franzbrötchen sind dafür natürlich dankbar. Sie haben diesen kleinen Kultstatus. Man kann sie fotografieren, man kann Sprüche darüber machen, man kann daraus Merch bauen. Ein Franzbrötchen ist nicht einfach nur ein Teilchen. Es ist ein norddeutsches Statement mit Zimt.</span></p>
<p><span>Aber manchmal frage ich mich auch: Was bleibt eigentlich übrig, wenn man den ganzen Jingle, die Sprüche und die Kampagne wegnimmt?</span></p>
<p><span>Bei uns bleibt dann: der Ofen.</span></p>
<p><span>Und der muss morgens laufen.</span></p>
<p><span>Ich arbeite in der anderen Bäckerei.</span></p>
<p><span>In der, die drei Jahre lang nachmittags geschlossen hatte – aus Personalmangel. So lange, dass viele gar nicht mitbekommen haben, dass wir seit über einem Jahr wieder bis 18 Uhr geöffnet haben.</span></p>
<p><span>Hier gibt es keinen großen Werbeapparat. Hier wird gebacken. Und manchmal passieren dabei Geschichten, die sich kein Marketingteam besser ausdenken könnte.</span></p>
<h2><span>Der Montagmorgen, an dem nichts ging</span></h2>
<p><span>An einem Montagmorgen stand unsere Frühschicht um 4:58 Uhr vor der verschlossenen Tür.</span></p>
<p><span>Und nichts ging.</span></p>
<p><span>In der Nacht hatte jemand versucht, bei uns einzubrechen. Das Türschloss war kaputt. Der Schlüssel passte nicht mehr. Die Polizei kam zwar – aber Türen öffnen dürfen sie nicht.</span></p>
<p><span>Unsere Frühschicht stand also draußen.</span></p>
<p><span>Bereit zum Backen. Aber leider ausgesperrt.</span></p>
<p><span>Und dann kam ein Stammkunde.</span></p>
<p><span>Jemand, der helfen konnte, weil er das passende Werkzeug zu Hause hatte. Zum Glück. Denn was danach passierte, war das Wichtigste:</span></p>
<p><span>Es wurde gebacken.</span></p>
<h2><span>Ohne Franz geht hier keiner zur Arbeit</span></h2>
<p><span>Brötchen in allen möglichen Varianten, duftende Croissants – und natürlich Franzbrötchen.</span></p>
<p><span>Für viele hier im Norden ist ein Franzbrötchen mehr als Frühstück. Eher Grundversorgung.</span></p>
<p><span>Unsere Bäckerei hat keinen Podcast, keinen Werbespot und wir verkaufen auch keinen Franz-Merch.</span></p>
<p><span>Keine Jutebeutel mit „Friede, Freude, Franz“-Sprüchen. Keine Franz-Tennissocken. Keine Hoodies. Und auch keine Strampler.</span></p>
<p><span>Andere machen im Radio Werbung für ihre Franzbrötchen.</span></p>
<p><span>Wir backen einfach welche. Und zwar richtig gute.</span></p>
<p><span>Das ist vielleicht weniger laut. Es ist auch nicht besonders skalierbar, wie man im Marketing sagen würde. Keine Funnel-Strategie, kein Leadmagnet, kein Franzbrötchen-Newsletter mit fünfteiliger Willkommenssequenz.</span></p>
<p><span>Aber es ist echt.</span></p>
<p><span>Und vielleicht ist genau das der Punkt: Nicht jede gute Geschichte entsteht, weil jemand sie geplant hat. Manche entstehen, weil morgens um fünf das Schloss kaputt ist, die Frühschicht draußen steht und ein Stammkunde zufällig das richtige Werkzeug zu Hause hat.</span></p>
<p><span>Unsere Franzbrötchen haben Seele, Zimt und sind ein bisschen sabschig. Das Wort verstehen Leute im Raum Hamburg sofort. Und alle anderen spätestens nach dem ersten Biss: weich, zimtig, klebrig, saftig – genau richtig.</span></p>
<p><span>So muss das.</span></p>
<p><span>Denn ohne Franz geht bei uns im echten Norden keiner zur Arbeit. Manchmal auch mit Streuseln oder Schokolade, aber am liebsten ganz klassisch.</span></p>
<p><span>Vielleicht sollten wir doch mal einen Podcast starten:</span></p>
<p><strong><span>„True Crime in der Backstube“</span></strong></p>
<p><strong>Folge 1: Das Franzbrötchen, das erst noch gebacken werden musste.</strong></p>
<h2><span>Und was hat dieser Franz damit zu tun? Oder war er es überhaupt?</span></h2>
<p><span>War Franz der Mann, der morgens in der Backstube stand und dachte: „Heute mache ich mal etwas mit Zimt, Butter und maximaler Klebrigkeit“?</span></p>
<p><span>Wahrscheinlich nicht.</span></p>
<p><span>Zumindest nicht so einfach.</span></p>
<p><span>Die Herkunft des Franzbrötchens ist nämlich nicht eindeutig belegt. Eine Geschichte führt in die Hamburger Franzosenzeit Anfang des 19. Jahrhunderts. Damals sollen Hamburger Bäcker Brot nach französischer Art gebacken haben: Franzbrot oder Franschbroot. Daraus könnte später das Franzbrötchen geworden sein.</span></p>
<p><span>Eine andere Spur führt nach Altona. Dort gab es einen „Franzschen“ beziehungsweise französischen Bäcker, der mit der Entstehung des Franzbrötchens in Verbindung gebracht wird.</span></p>
<p><span>Sicher ist also nur: Es war wahrscheinlich weniger ein einzelner Franz mit genialer Zimt-Idee – und mehr eine sehr norddeutsche Mischung aus französischem Einfluss, Hamburger Backstuben, Butter, Zucker und der Fähigkeit, aus allem etwas Eigenes zu machen.</span></p>
<p><span>Und ganz ehrlich: Das passt doch.</span></p>
<p><span>Aus einem französisch inspirierten Brot wird in Hamburg ein zimtiges, sabschiges Franzbrötchen.</span></p>
<p><span>Mehr norddeutsch kann kulturelle Aneignung von Gebäck kaum werden.</span></p>
<p><span>Und deshalb wird es auch emotional, sobald Norddeutsche südlich der Elbe wohnen müssen.</span></p>
<p><span>In Süddeutschland gibt es Laugengebäck an jeder Ecke. Brezeln, Laugenstangen, Laugenzöpfe und wahrscheinlich auch Laugen-USB-Sticks, wenn man lange genug sucht.</span></p>
<p><span>Aber frag mal jemanden aus dem Norden, der in Bayern oder Baden-Württemberg im Exil lebt, nach Franzbrötchen.</span></p>
<p><span>Dann kommt dieser Blick.</span></p>
<p><span>Dieser Blick, der sagt: „Hier gibt es alles. Berge, Seen, schöne Altstädte. Aber kein ordentliches Franzbrötchen.“</span></p>
<p><span>Und wenn du dann noch nach Hanseaten fragst, wird es ganz traurig.</span></p>
<p><span>Hanseaten sind ja auch so ein norddeutsches Gebäck, das man erst vermisst, wenn es plötzlich nicht mehr selbstverständlich in der Auslage liegt. Zwei Mürbeteigscheiben, Marmelade dazwischen, rot-weiße Glasur oben drauf. Einfach. Schön. Norddeutsch. Und erstaunlich schwer zu bekommen, sobald man zu weit nach Süden fährt.</span></p>
<p><span>Vielleicht ist das der Grund, warum Franzbrötchen so beliebt sind: Sie schmecken nicht nur nach Zimt und Zucker. Sie schmecken nach Zuhause. Nach Bäckertüte. Nach Schultagen. Nach Bahnhof morgens um halb acht. Nach „Ich nehme noch schnell eins mit“.</span></p>
<p><span>Und manchmal eben auch nach einem Montagmorgen, an dem sie fast nicht rechtzeitig in den Ofen gekommen wären. </span></p>
<p><span>Hat dir die Geschichte gefallen? Hier geht&#8217;s zur nächsten tierisch guten Geschichte: <a href="https://multilingual-publishing.de/backstory-3-pony-vor-der-backerei/" title="Backstory #3: Da steht ein Pony vor der Bäckerei"><strong>Backstory #3: Da steht ein Pony vor der Bäckerei</strong></a>.</span></p>
<p><span></span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>MOIN ❤️ Hier schreibt Yvonne. Ich verbinde Publishing, Sprachen und digitale Barrierefreiheit. In meinem Journal schreibe ich über gute Kommunikation, kluge Strukturen – und dazwischen gibt es die eine oder andere Backstory aus unserer kleinen, feinen Landbäckerei. Achja, und ich mag Franzbrötchen, die auch beim zweiten Biss nicht gleich auseinanderfallen. Hauptsache schön sabschig.</p></div>
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		<title>Backstory #1: Es gibt sie. Die Sonne in der Spätschicht.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Frank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 12:44:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstory]]></category>
		<category><![CDATA[diebackstoryserie]]></category>
		<category><![CDATA[backstory 1]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten aus der Landbäckerei]]></category>
		<category><![CDATA[guenther]]></category>
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<p>Manchmal fühlt sich ein Neuanfang zuerst wie ein Rückschritt an. Bis man merkt, dass man dabei nicht zurückgeht, sondern näher bei sich selbst ankommt.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1 data-start="61" data-end="528">Es gibt sie. Die Sonne in der Spätschicht.</h1>
<p data-start="61" data-end="528">Es war Anfang 2024, als ich zu meinem Freund sagte: „Wenn das so weitergeht und die Aufträge ausbleiben, dann fange ich beim Bäcker an.“ Ich hatte nicht wirklich vor, diesen Satz wahr zu machen. Es war eher einer dieser Sätze, die man ausspricht, wenn man spürt, dass sich etwas verschiebt, aber noch nicht bereit ist, es wirklich anzusehen. Zwei Monate später stand ich tatsächlich hinter der Theke einer Landbäckerei. Mit Schürze. Mit Namensschild. Mit Spätschicht.</p>
<p data-start="530" data-end="1164">Was ich damals noch nicht wusste: Nicht nur beruflich hatte sich etwas verändert. Auch in meiner Beziehung war längst etwas in Bewegung geraten. Zwei Monate nach meinem kleinen Karrierewechsel hatte ich nicht nur einen neuen Job, sondern auch einen Exfreund. Es war schmerzhaft. Aber auch befreiend. Da stand ich also, mit einem frisch gebackenen Croissant in der Hand, und dachte: Manchmal muss erst etwas zerbrechen, damit etwas Neues entstehen kann. Der Job in der Landbäckerei war deshalb nie nur ein Job. Er wurde zu einem Wendepunkt. Zum Ende einer Beziehung. Und zum Anfang von etwas, das ich damals noch nicht benennen konnte.</p>
<p data-start="1166" data-end="1863">Am Anfang fühlte es sich trotzdem wie ein Rückschritt an. Von internationalen Publishing-Projekten in vielen Sprachen zu Brötchentüten, Kuchenstücken und Kaffeemaschine. Von komplexen Layouts zu belegten Brötchen. Von Kundenterminen zu „Darf es sonst noch etwas sein?“ Jahrelang war ich gut gebucht gewesen, spezialisiert auf Fremdsprachensatz, Layout und Publishing-Projekte in rund 50 Sprachen. Dann kamen KI-Tools, Automatisierungen, gestrichene Budgets und plötzlich weniger Projekte. Nicht langsam, nicht sanft, sondern eher so, als hätte jemand über Nacht das Licht gedimmt. Für Soloselbstständige fühlt sich so etwas nicht nach abstrakter Marktveränderung an. Es fühlt sich existenziell an.</p>
<p data-start="1865" data-end="2416">Also tat ich etwas, das ich vorher nur halb trotzig ausgesprochen hatte: Ich nahm einen Job in einer Landbäckerei an. Zwanzig Stunden pro Woche, Spätschicht, fünf Minuten mit dem Auto von zu Hause entfernt. Und irgendwann merkte ich, dass es sich nicht falsch anfühlte. Ich verkaufte Brot, Kuchen und Kaffee, aber eigentlich ging viel mehr über die Theke: Gespräche, Wärme, Gewohnheiten, kleine Gesten. Manchmal auch Sorgen, die jemand nicht direkt aussprach, die aber trotzdem zwischen „zwei Mohnbrötchen bitte“ und „noch ein Stück Käsekuchen“ lagen.</p>
<p data-start="2418" data-end="2842">Ich lernte Menschen kennen, die jeden Tag kamen. Menschen, die genau wussten, welche Brötchen sie wollten. Menschen, die nur nickten und sagten: „Wie immer.“ Menschen, die sich freuten, wenn man sich an sie erinnerte. Und ich merkte, wie viel Würde in solchen kleinen Momenten steckt. Nicht jeder Mensch braucht eine große Bühne. Manche brauchen einfach jemanden, der fragt: „Wie geht’s Ihnen heute?“ Und die Antwort wirklich hören will.</p>
<p data-start="2844" data-end="3464">Einer dieser Menschen ist Günther. Nach seiner Herz-OP kämpft er manchmal mit dem Erinnern. Aber er weiß, wie ich heiße. Er weiß, wann ich frei habe. Und er hat mir ein Wort beigebracht, das ich lange nicht in meinen Kopf bekam: UKW-Drehfunkfeuer. Ein herrlich sperriges Wort. So ein Wort, das klingt, als hätte es sich mit Absicht quer in die deutsche Sprache gelegt. Lange konnte ich es mir nicht merken. Dann kam Günther wieder in die Bäckerei, sah mich an und fragte: „Na, Yvonne, wie heißt das Wort noch mal?“ Und diesmal hatte ich es parat. UKW-Drehfunkfeuer. Er strahlte. Ich auch. Und obendrein schien die Sonne.</p>
<p data-start="3466" data-end="4001">Vielleicht war es genau dieser Moment, in dem ich verstanden habe: In dieser Bäckerei ging es für mich nie nur ums Verkaufen. Es ging ums Erinnern. Ums Wiedererkennen. Ums Ernstnehmen. Um Sprache. Um Zugang. Ein Wort kann Zugang sein. Ein Name kann Zugang sein. Ein freundlicher Blick kann Zugang sein. Und manchmal beginnt Barrierefreiheit nicht erst im PDF, im Tagbaum oder in einer technischen Prüfung. Manchmal beginnt sie dort, wo ein Mensch merkt: Ich werde gesehen. Ich komme vor. Ich muss mich nicht erklären, um dazuzugehören.</p>
<p data-start="4003" data-end="4560">Heute arbeite ich wieder viel an Publikationen, aber anders als früher. Ich setze nicht nur Layouts um. Ich denke stärker darüber nach, wie Inhalte verstanden werden, wie Dokumente aufgebaut sein müssen, damit Menschen sie lesen, navigieren und nutzen können, und wie Sprache, Struktur und Gestaltung zusammenarbeiten müssen, damit aus einer Datei wirklich ein zugängliches Dokument wird. Digitale Barrierefreiheit klingt oft technisch. Nach Regeln, Prüfungen, Standards und Software. Das ist sie auch. Aber sie ist nicht nur das. Sie ist auch eine Haltung.</p>
<p data-start="4562" data-end="5144">Vielleicht hat mir ausgerechnet die Spätschicht in der Landbäckerei noch einmal gezeigt, warum mir diese Fragen so wichtig sind. Weil Verständlichkeit nicht abstrakt ist. Weil Zugang nicht abstrakt ist. Weil Menschen nicht abstrakt sind. Manchmal steht ein Mensch vor dir und möchte einfach sein Brot. Manchmal möchte er ein Gespräch. Manchmal möchte er testen, ob du dir ein unmögliches Wort gemerkt hast. Und manchmal hält dir das Leben dabei ein frisch gebackenes Croissant hin und sagt: Schau noch mal hin. Vielleicht ist das hier kein Rückschritt. Vielleicht ist es ein Anfang.</p>
<p data-start="5146" data-end="5561" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Der Job in der Landbäckerei hat nicht alles gelöst. Aber er hat etwas geöffnet. Er hat mir gezeigt, dass ein Neuanfang nicht immer groß aussehen muss. Manchmal trägt er eine Schürze. Manchmal riecht er nach Kaffee. Manchmal beginnt er in der Spätschicht, wenn draußen die Sonne durch die Scheibe fällt und ein Stammkunde fragt, ob du sein Lieblingswort noch weißt. Und ja: Es gibt sie. Die Sonne in der Spätschicht.</p>
<p data-start="5146" data-end="5561" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Lust auf die nächste Geschichte aus der Landbäckerei? Dann lies weiter: <strong><a href="https://multilingual-publishing.de/backstory-2-franzbroetchen/">Backstory #2: Das Franzbrötchen, das erst noch gebacken werden musste</a></strong>.</p>
<p class="p1"><span style="color: #008080;"><strong><span class="s1">#Backstory </span>#unterhaltenmitgutengeschichten</strong></span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>MOIN ❤️ Hier schreibt Yvonne. Ich verbinde Publishing, Sprachen und digitale Barrierefreiheit. In meinem Journal schreibe ich über gute Kommunikation, kluge Strukturen – und dazwischen gibt es die eine oder andere Backstory aus unserer kleinen, feinen Landbäckerei.</p></div>
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		<title>KI-Untertitel &#038; Barrierefreiheit: Warum automatische Captions nicht reichen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Frank]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 May 2026 15:13:00 +0000</pubDate>
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<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/ki-untertitel-barrierefrei-workflow/">KI-Untertitel &#038; Barrierefreiheit: Warum automatische Captions nicht reichen</a></p>

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				<div class="et_pb_text_inner"><p data-start="284" data-end="652">Künstliche Intelligenz war 2022 noch ein heiß diskutiertes Zukunftsthema. Heute ist sie längst Alltag geworden — auch in der Video- und Contentproduktion. Automatische Untertitel erscheinen inzwischen fast überall: auf TikTok, Instagram, LinkedIn oder YouTube. Was vor wenigen Jahren noch nach futuristischer Technologie klang, gehört heute zum Standard moderner Apps.</p>
<p data-start="654" data-end="1049">Als ich diesen Artikel ursprünglich geschrieben habe, nutzte ich KI-Spracherkennung bereits täglich für Transkriptionen und Video-Untertitelungen. Damals faszinierte mich vor allem, wie viel Zeit sich dadurch sparen ließ. Heute sehe ich das Thema differenzierter. Denn die eigentliche Frage lautet längst nicht mehr: Kann KI Untertitel erstellen? Sondern: Wie gut sind diese Untertitel wirklich?</p>
<p data-start="1051" data-end="1498">Automatische Captions sind schnell erstellt — aber noch lange nicht automatisch professionell, verständlich oder barrierefrei. Viele der Probleme, die ich damals bei automatisch generierten Untertiteln beobachtet habe, begegnen mir auch heute noch täglich: fehlende Groß- und Kleinschreibung, falsche Namen, schlechte Segmentierung, unlesbare Gestaltung oder Untertitel, die zwar technisch vorhanden sind, aber kaum jemand wirklich gut lesen kann.</p>
<p data-start="1500" data-end="1978">Gleichzeitig haben sich meine eigenen Anforderungen verändert. Heute interessieren mich nicht nur Geschwindigkeit und Automatisierung, sondern vor allem Qualität, Sprachkontrolle, strukturierte Workflows, Datenschutz und digitale Barrierefreiheit. Und genau darum geht es in diesem aktualisierten Artikel: um KI-Spracherkennung, automatische Untertitel, professionelle Workflows — und die Frage, warum menschliche Qualitätskontrolle trotz KI wichtiger geworden ist als je zuvor.</p>
<h2 data-section-id="i3gok1" data-start="1980" data-end="2024">Mein allererstes Mal: Spracherkennung 1.0</h2>
<p data-start="2026" data-end="2229">Meine erste Begegnung mit Spracherkennung liegt allerdings noch viel länger zurück — in eine Zeit, in der Sprachsteuerung noch wie Science-Fiction wirkte und Handys vor allem eines konnten: telefonieren.</p>
<p data-start="2231" data-end="2501">Damals saß ich im Auto neben dem Mann meiner Cousine, einem waschechten Sachsen aus Freital. Plötzlich hörte ich, wie er im breitesten Sächsisch ein einziges Wort ins Mikrofon sagte: „Schwiegermutter.“ Und tatsächlich: Das Handy wählte die Nummer seiner Schwiegermutter.</p>
<p data-start="2503" data-end="2975">Ich war beeindruckt. Nicht nur wegen der Technik — sondern auch, weil das Gerät offenbar problemlos Sächsisch verstand. Aus heutiger Sicht wirkt das unspektakulär. Doch vor über 20 Jahren war das tatsächlich eine kleine Sensation. Das Mobiltelefon war damals noch kein smarter Alleskönner wie heute. Sein Handy war ein Siemens S40 mit integrierter Voice-Dialing-Funktion. Bestimmten Kontakten konnte ein Sprachbefehl zugewiesen werden, um sie später per Sprache anzurufen.</p>
<p data-start="2977" data-end="3333">Der Haken: Das Gerät verstand praktisch nur ihn selbst — inklusive seines sächsischen Dialekts. Ich hätte mit meinem Hochdeutsch vermutlich keinen einzigen Anruf auslösen können. Technisch handelte es sich um eine sogenannte sprecherabhängige Spracherkennung. Das System musste zunächst auf die Stimme und Aussprache der jeweiligen Person trainiert werden.</p>
<p data-start="3335" data-end="3721">Heute wirken solche Einschränkungen fast nostalgisch. Denn moderne KI-Systeme wie Siri, Alexa oder automatische Untertitelungs-Tools verstehen längst Millionen unterschiedliche Stimmen, Akzente und Sprachmuster — zumindest meistens. Und genau dort beginnt das eigentliche Spannungsfeld moderner KI-Spracherkennung: Sie ist beeindruckend schnell geworden. Aber nicht automatisch präzise.</p>
<h2 data-section-id="894wa1" data-start="3723" data-end="3773">Von Siri und Alexa zu automatischen Untertiteln</h2>
<p data-start="3775" data-end="4173">Mit digitalen Sprachassistenten wie Siri, Alexa oder Google Assistant wurde Spracherkennung schließlich massentauglich. Plötzlich sprach nicht mehr nur ein Technik-Nerd mit seinem Handy — sondern Millionen Menschen mit ihren Smartphones, Lautsprechern oder Smartwatches. Heute fragen wir selbstverständlich: „Wie wird das Wetter heute?“, „Spiel meine Playlist.“ oder „Stell einen Timer für zehn Minuten.“</p>
<p data-start="4175" data-end="4462">Die Technologie dahinter ist inzwischen beeindruckend leistungsfähig geworden. Moderne Systeme müssen nicht mehr auf einzelne Stimmen trainiert werden, sondern erkennen Sprache weitgehend sprecherunabhängig — inklusive vieler Dialekte, Akzente und Sprachmuster. Zumindest in der Theorie.</p>
<p data-start="4464" data-end="5002">Denn obwohl KI-Spracherkennung enorme Fortschritte gemacht hat, stößt sie im Alltag noch immer an ihre Grenzen: bei Hintergrundgeräuschen, undeutlicher Aussprache, Fachbegriffen, mehreren Sprecher:innen oder spontaner Umgangssprache. Besonders sichtbar wird das heute bei automatisch generierten Untertiteln. Denn dort begegnet uns KI-Spracherkennung inzwischen täglich — auf TikTok, Instagram, LinkedIn oder YouTube. Oft so selbstverständlich, dass viele gar nicht mehr darüber nachdenken, wie viel Technologie eigentlich dahintersteckt.</p>
<h2 data-section-id="1r5w6jy" data-start="5004" data-end="5052">Warum Untertitel heute wichtiger sind denn je</h2>
<p data-start="5054" data-end="5391">Videos gehören heute für viele Unternehmen, Selbstständige und Content Creator längst zum digitalen Alltag. Ob LinkedIn-Video, Instagram-Reel, TikTok, YouTube-Short oder Onlinekurs — gesprochenes Wort ist zu einem der wichtigsten Formate im Internet geworden. Und mit dieser Entwicklung sind auch Untertitel praktisch überall angekommen.</p>
<p data-start="5393" data-end="5752">Das hat gute Gründe. Untertitel helfen nicht nur gehörlosen Menschen, sondern auch Nicht-Muttersprachler:innen, Menschen in lauten Umgebungen, Smartphone-Nutzer:innen ohne Kopfhörer oder allen, die Inhalte lieber lesen als hören. Außerdem erhöhen Untertitel die Sichtbarkeit von Inhalten, verbessern die Verständlichkeit und machen Videos leichter zugänglich.</p>
<p data-start="5754" data-end="6062">Noch vor wenigen Jahren war die Erstellung von Untertiteln allerdings mühsame Handarbeit. Videos mussten vollständig angesehen und gesprochene Inhalte manuell transkribiert werden — ein zeitaufwändiger Prozess, besonders bei längeren Aufnahmen. Heute übernehmen KI-Systeme diesen Schritt in wenigen Sekunden.</p>
<p data-start="6064" data-end="6478">Nahezu jede Social-Media-App bietet inzwischen automatische Untertitel an. Besonders beliebt sind Tools wie CapCut, die Untertitel direkt per KI erzeugen und gleichzeitig visuell für Social Media aufbereiten können. Doch genau hier beginnt auch ein Problem, das mir in den letzten Jahren immer häufiger begegnet: Automatisch generierte Untertitel werden oft veröffentlicht, ohne überhaupt noch überprüft zu werden.</p>
<h2 data-section-id="1dqczre" data-start="6480" data-end="6526">CapCut: Schnell, beliebt und voller Effekte</h2>
<p data-start="6528" data-end="6790">Ein besonders populäres Tool für automatische Untertitel ist CapCut. Die App gehört zu den bekanntesten Video-Editoren für TikTok-Videos, Instagram-Reels und andere Social-Media-Formate — nicht zuletzt, weil sie viele KI-Funktionen sehr einfach zugänglich macht.</p>
<p data-start="6792" data-end="7178">Untertitel lassen sich dort mit wenigen Klicks erzeugen: Video hochladen, „Automatische Untertitel“ auswählen, Sprache festlegen — und kurze Zeit später erscheint der gesprochene Text direkt in der Timeline. Gerade für schnelle Social-Media-Produktionen ist das unglaublich praktisch. Und genau darin liegt auch die große Stärke moderner KI-Tools: Sie senken die technische Hürde enorm.</p>
<p data-start="7180" data-end="7480">Heute kann praktisch jede:r innerhalb weniger Minuten Videos schneiden, Untertitel generieren, Texte animieren und Inhalte veröffentlichen — ganz ohne klassische Video- oder Schnittkenntnisse. Allerdings zeigt sich bei automatisch erzeugten Untertiteln auch schnell die Kehrseite der Automatisierung.</p>
<p data-start="7482" data-end="8053">Denn obwohl die KI Sprache mittlerweile erstaunlich gut erkennt, entstehen im Deutschen nach wie vor viele Fehler: fehlende Groß- und Kleinschreibung, falsche Namen, fehlerhafte Zeichensetzung, merkwürdige Satzumbrüche oder Begriffe, die komplett falsch verstanden werden. Besonders problematisch wird das, wenn Untertitel ungeprüft veröffentlicht werden. Denn viele Zuschauer:innen bemerken sofort, wenn Untertitel unnatürlich wirken oder voller Fehler sind. Und gerade bei professionellen Inhalten kann das schnell unruhig, unpräzise oder wenig vertrauenswürdig wirken.</p>
<p data-start="8055" data-end="8518">Hinzu kommt: Automatisch generierte Untertitel sind nicht automatisch barrierefrei. Denn gute Untertitel bestehen nicht nur aus erkanntem Text. Entscheidend sind auch sinnvolle Segmentierung, Lesegeschwindigkeit, ausreichender Kontrast, klare Sprecherwechsel, gutes Timing und sprachliche Verständlichkeit. Viele KI-Tools optimieren Untertitel heute vor allem für Aufmerksamkeit und Geschwindigkeit — nicht unbedingt für Lesbarkeit oder digitale Barrierefreiheit.</p>
<h2 data-section-id="1qzm74s" data-start="8520" data-end="8593">CapCut und Datenschutz: Warum kostenlose KI-Tools nicht kostenlos sind</h2>
<p data-start="8595" data-end="8951">Seit der ursprünglichen Veröffentlichung dieses Artikels hat sich die Diskussion rund um KI-Tools und Datenschutz deutlich verschärft — insbesondere bei Plattformen wie CapCut. Während viele Nutzer:innen CapCut vor allem als praktisches Kreativtool wahrnehmen, stehen die App, ihre Datenverarbeitung und ihre Nutzungsbedingungen immer wieder in der Kritik.</p>
<p data-start="8953" data-end="9652">Besonders diskutiert wurden 2025 Änderungen beziehungsweise Klarstellungen der Nutzungsbedingungen. In den CapCut Terms of Service ist geregelt, dass Nutzer:innen dem Anbieter und verbundenen Dritten eine weitreichende Lizenz an hochgeladenen Inhalten einräumen. Dazu gehören unter anderem Rechte zur Nutzung, Bearbeitung, Speicherung, Veröffentlichung, Übertragung und Verbreitung von User Content, soweit dies für die Bereitstellung der Dienste beschrieben wird. CapCut selbst betont, Nutzer:innen behielten ihre Rechte und die Plattform beanspruche kein Eigentum an den Werken. Genau diese juristische Spannung zeigt aber, warum professionelle Nutzer:innen solche Bedingungen genau lesen sollten.</p>
<p data-start="9654" data-end="10166">Kritisch diskutiert werden vor allem die weitreichende Lizenzierung hochgeladener Inhalte, die Verarbeitung von Video-, Bild- und Audiodaten, mögliche Datenübertragungen außerhalb der EU sowie die Frage, wie transparent Anbieter erklären, was mit hochgeladenem Material geschieht. Gerade für Unternehmen, Agenturen oder professionelle Kreative kann das problematisch sein — insbesondere dann, wenn mit Kundenmaterial, sensiblen Daten, unveröffentlichten Kampagnen oder personenbezogenen Inhalten gearbeitet wird.</p>
<p data-start="10168" data-end="10678">Hinzu kommt ein kultureller Wandel, den ich zunehmend beobachte: Viele KI-Tools werden heute wie harmlose Kreativ-Spielzeuge genutzt, obwohl sie in Wirklichkeit komplexe Plattformen mit umfangreicher Datenerfassung und weitreichenden Nutzungsbedingungen sind. Das bedeutet nicht automatisch, dass man solche Tools grundsätzlich meiden muss. Aber es bedeutet, dass man bewusster entscheiden sollte, welche Inhalte man hochlädt, welche Rechte man einräumt und welche Rolle Datenschutz im eigenen Workflow spielt.</p>
<p data-start="10680" data-end="10852">Denn gerade im professionellen Umfeld geht es längst nicht mehr nur um schnelle Ergebnisse — sondern auch um Verantwortung, Qualität und Kontrolle über die eigenen Inhalte.</p>
<h2 data-section-id="edfmi8" data-start="10854" data-end="10940">Was professionelle Untertitelungs-Workflows von Social-Media-Captions unterscheidet</h2>
<p data-start="10942" data-end="11293">Viele moderne Social-Media-Apps setzen heute vor allem auf Geschwindigkeit, Effekte und maximale Aufmerksamkeit. Untertitel werden dort nicht primär als sprachliches oder barrierefreies Element verstanden, sondern als Teil des visuellen Contents: mit Animationen, Emojis, dynamischen Zooms, Farbwechseln und möglichst viel Bewegung auf dem Bildschirm.</p>
<p data-start="11295" data-end="11569">Das funktioniert oft gut für Reichweite und kurze Aufmerksamkeitsspannen. Für professionelle Untertitelungs-Workflows gelten jedoch andere Anforderungen. Denn dort stehen nicht Effekte, sondern Verständlichkeit, Lesbarkeit, sprachliche Qualität und Kontrolle im Mittelpunkt.</p>
<p data-start="11571" data-end="11862">Gerade bei längeren Videos, Interviews, Schulungen, Tutorials, mehrsprachigen Projekten oder barrierefreien Inhalten reicht es nicht aus, dass Untertitel lediglich „gut aussehen“. Sie müssen sprachlich korrekt, sauber segmentiert, gut lesbar, zeitlich präzise und technisch zuverlässig sein.</p>
<p data-start="11864" data-end="12196">Hinzu kommt: Professionelle Untertitel sind oft Teil eines größeren Publishing- oder Übersetzungsworkflows. Untertitel werden exportiert, übersetzt, korrigiert, versioniert und für unterschiedliche Plattformen angepasst. Dabei spielen Formate wie SRT-Dateien, Timing, Sprachkonsistenz und strukturierte Prozesse eine wichtige Rolle.</p>
<p data-start="12198" data-end="12502">Genau deshalb arbeite ich für professionelle Projekte weiterhin lieber mit Adobe Premiere Pro. Nicht, weil dort alles automatisch besser wäre. Sondern weil mir professionelle Tools mehr Kontrolle über Sprache, Qualität und Workflow geben — und genau das wird im Zeitalter von KI für mich immer wichtiger.</p>
<h2 data-section-id="z9akhj" data-start="12504" data-end="12587">Warum ich für professionelle Untertitel weiterhin mit Adobe Premiere Pro arbeite</h2>
<p data-start="12589" data-end="12959">Als Multilingual-Publishing- und Accessibility-Spezialistin arbeite ich bei professionellen Transkriptionen und Untertitelungen mit Adobe Premiere Pro. Die Funktion „Speech to Text“ beziehungsweise „Sprache in Text“ ist direkt in Premiere Pro integriert und ermöglicht es, aus gesprochenem Dialog automatisch Transkripte zu erstellen und daraus Untertitel zu generieren.</p>
<p data-start="12961" data-end="13373">Für mich ist dabei nicht entscheidend, dass die KI perfekt ist. Das ist sie nicht. Entscheidend ist, dass ich mit einem professionellen Tool sauber weiterarbeiten kann. Ich kann Transkripte prüfen, Textstellen suchen, Untertitel zusammenführen oder trennen, Timing anpassen, Untertitel gestalten und verschiedene Ausgabeformate erstellen. Genau diese Kontrollmöglichkeiten sind im professionellen Alltag wichtig.</p>
<p data-start="13375" data-end="13479">Denn KI kann eine Rohfassung liefern. Aber die Verantwortung für Qualität liegt weiterhin beim Menschen.</p>
<h2 data-section-id="1gslys7" data-start="13481" data-end="13552">Mein Workflow: Von der Transkription zur übersetzten Untertiteldatei</h2>
<p data-start="13554" data-end="13822">Für deutschsprachige Videos lasse ich zunächst ein Transkript erstellen. Dieses prüfe ich anschließend sorgfältig auf Fehler. Dabei achte ich nicht nur auf falsch erkannte Wörter, sondern auch auf Namen, Fachbegriffe, Satzzeichen, sinnvolle Satzgrenzen und Lesbarkeit.</p>
<p data-start="13824" data-end="14080">Gerade bei Fachthemen kann die Nachbearbeitung schnell mehr sein als ein reines Korrektorat. Wenn viele Anglizismen, Produktnamen, Fachbegriffe oder ungewöhnliche Wörter vorkommen, muss ich oft recherchieren und das Gesagte in den richtigen Kontext setzen.</p>
<p data-start="14082" data-end="14412">Aus dem geprüften Transkript erstelle ich anschließend Untertitel. Bei mehrsprachigen Projekten exportiere ich die Untertitel zum Beispiel als SRT-Datei. Diese Datei kann an Übersetzer:innen weitergegeben und in CAT-Tools weiterbearbeitet werden. Anschließend wird die übersetzte Datei wieder importiert, geprüft und feinjustiert.</p>
<p data-start="14414" data-end="14849">Das klingt aufwendiger als ein schneller Klick in einer Social-Media-App. Ist es auch. Aber genau darin liegt der Unterschied zwischen automatisch erzeugten Captions und einem professionellen Untertitelungsworkflow. Es geht nicht nur darum, Text unter ein Video zu setzen. Es geht darum, gesprochene Sprache verständlich, korrekt, lesbar und nutzbar zu machen — gegebenenfalls in mehreren Sprachen und für unterschiedliche Zielgruppen.</p>
<h2 data-section-id="d0mzhb" data-start="14851" data-end="14931">Automatische Untertitel sind ein Anfang — aber keine fertige Barrierefreiheit</h2>
<p data-start="14933" data-end="15221">Viele Menschen denken bei Barrierefreiheit noch immer zuerst an Rollstühle, Rampen und abgesenkte Bordsteine. Doch auch in der digitalen Welt gibt es Barrieren. Videos ohne Untertitel sind für gehörlose Menschen nicht zugänglich. Aber auch schlechte Untertitel können zur Barriere werden.</p>
<p data-start="15223" data-end="15568">Wenn Untertitel zu schnell eingeblendet werden, schlecht segmentiert sind, mitten im Satz umbrechen, keinen ausreichenden Kontrast haben oder wichtige Informationen fehlen, sind sie zwar technisch vorhanden — aber nicht wirklich hilfreich. Automatische Untertitel sind deshalb ein guter Anfang. Aber sie sind noch keine fertige Barrierefreiheit.</p>
<p data-start="15570" data-end="15979">Für wirklich zugängliche Videos braucht es mehr als automatisch erkannten Text. Wichtig sind unter anderem lesbare Schriftgrößen, ausreichender Kontrast, sinnvolle Zeilenumbrüche, angemessene Lesegeschwindigkeit, klares Timing, Kennzeichnung von Sprecherwechseln, gegebenenfalls Hinweise auf relevante Geräusche, sprachliche Korrektheit und eine Gestaltung, die den Inhalt unterstützt statt ihn zu überlagern.</p>
<p data-start="15981" data-end="16326">Gerade hier zeigt sich, warum Barrierefreiheit nicht erst am Ende eines Projekts beginnen sollte. Wenn Untertitel nur schnell als letzter Schritt erzeugt werden, bleiben viele Qualitätsfragen ungelöst. Wer Videos professionell produziert, sollte Untertitel deshalb von Anfang an mitdenken — als Teil des Kommunikations- und Publishing-Workflows.</p>
<h2 data-section-id="16djqjs" data-start="16328" data-end="16389">Closed Captions, Open Captions und eingebrannte Untertitel</h2>
<p data-start="16391" data-end="16695">An dieser Stelle lohnt sich auch ein kurzer Blick auf die Begriffe. Open Captions sind fest ins Video eingebrannt. Sie sind immer sichtbar und können nicht ausgeschaltet werden. Closed Captions dagegen können im Videoplayer ein- oder ausgeschaltet werden, sofern die Plattform diese Funktion unterstützt.</p>
<p data-start="16697" data-end="17128">Für Social Media werden häufig eingebrannte Untertitel verwendet, weil sie überall sichtbar sind und auch dann funktionieren, wenn Plattformen keine saubere Untertiteldatei ausspielen. Für barrierefreie und professionelle Workflows sind Closed Captions oder separate Untertiteldateien jedoch oft sinnvoller, weil sie flexibler sind. Sie können übersetzt, korrigiert, ausgetauscht oder für verschiedene Plattformen angepasst werden.</p>
<p data-start="17130" data-end="17352">Auch hier gilt: Die richtige Lösung hängt vom Ziel ab. Ein schnelles Reel braucht einen anderen Workflow als ein Schulungsvideo, ein Kundenfilm, ein mehrsprachiger Onlinekurs oder ein barrierefreies Video für eine Website.</p>
<h2 data-section-id="1797c4v" data-start="17354" data-end="17412">KI verändert nicht nur Tools, sondern auch unsere Rolle</h2>
<p data-start="17414" data-end="17711">Als ich 2022 über KI-Spracherkennung schrieb, war mein Blick noch stärker auf die Zeitersparnis gerichtet. Heute sehe ich klarer: Die eigentliche Veränderung liegt nicht darin, dass KI bestimmte Arbeitsschritte übernimmt. Die eigentliche Veränderung liegt darin, dass unsere Rolle sich verschiebt.</p>
<p data-start="17713" data-end="17925">Wir tippen weniger manuell ab. Aber wir prüfen mehr. Wir korrigieren mehr. Wir strukturieren mehr. Wir entscheiden mehr. Und wir müssen genauer verstehen, wann ein KI-Ergebnis gut genug ist — und wann eben nicht.</p>
<p data-start="17927" data-end="18285">Gerade in der Übersetzungs-, Publishing- und Kreativbranche wird diese Kompetenz immer wichtiger. Denn KI kann Inhalte erzeugen, transkribieren, übersetzen, zusammenfassen und gestalten. Aber sie versteht nicht automatisch Zielgruppen, Qualitätsstandards, Barrierefreiheit, Datenschutz, Tonalität oder professionelle Verantwortung. Das bleibt unsere Aufgabe.</p>
<p data-start="18287" data-end="18437">Oder anders gesagt: KI kann Untertitel erstellen. Aber sie kann nicht entscheiden, ob diese Untertitel wirklich gut, verständlich und zugänglich sind.</p>
<h2 data-section-id="wtzs0" data-start="18439" data-end="18511">Mein Fazit: KI ist eine starke Kollegin, aber keine Qualitätsgarantie</h2>
<p data-start="18513" data-end="18740">Ich arbeite gerne mit KI-Spracherkennung. Sie nimmt mir viel mühsame Vorarbeit ab, beschleunigt Transkriptionen und macht professionelle Untertitelungs-Workflows deutlich effizienter. Aber ich verlasse mich nicht blind auf sie.</p>
<p data-start="18742" data-end="19113">Denn keine automatisch generierte Transkription ist zu 100 Prozent fehlerfrei. Die Qualität hängt von vielen Faktoren ab: Aufnahmequalität, Mikrofon, Hintergrundgeräuschen, Aussprache, Dialekt, Akzent, Fachbegriffen, Sprechtempo und Kontext. Bei einfachen Videos kann KI erstaunlich gute Ergebnisse liefern. Bei komplexeren Inhalten beginnt danach die eigentliche Arbeit.</p>
<p data-start="19115" data-end="19362">Und genau deshalb ist menschliche Qualitätskontrolle nicht weniger wichtig geworden, sondern wichtiger. Automatisierung spart Zeit. Aber Qualität entsteht weiterhin durch Erfahrung, Sprachempfinden, technisches Verständnis und sorgfältige Prüfung.</p>
<p data-start="19364" data-end="19642">Für schnelle Social-Media-Captions kann ein Tool wie CapCut praktisch sein. Für professionelle, mehrsprachige oder barrierefreie Untertitel reicht mir ein reiner Klick-und-fertig-Workflow jedoch nicht aus. Denn gute Untertitel sind keine Deko. Sie sind Teil guter Kommunikation.</p>
<p data-start="19644" data-end="19918">Und wenn sie gut gemacht sind, helfen sie nicht nur gehörlosen Menschen, sondern allen, die Inhalte besser verstehen, schneller erfassen oder in einer anderen Sprache nutzen möchten. KI ist dabei eine starke Unterstützung. Aber die Verantwortung für Qualität bleibt bei uns.</p>
<p data-start="19920" data-end="19998" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Und während die KI transkribiert, kann ich mir immerhin einen Espresso machen.</p></div>
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		<title>Positionierung in bella Italia: Was italienischer Kaffee über klare Haltung verrät</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Frank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 08:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[bella Italia]]></category>
		<category><![CDATA[caffè ist Kulturgut]]></category>
		<category><![CDATA[Cappuccino nicht nach 12 Uhr]]></category>
		<category><![CDATA[Espresso]]></category>
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		<category><![CDATA[Latte Macchiato]]></category>
		<category><![CDATA[Made in Italy]]></category>
		<category><![CDATA[Positionierung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://2021.multilingual-publishing.de/?p=525</guid>

					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a><br />
<img src="https://multilingual-publishing.de/wp-content/uploads/2022/04/Yvonne-Frank_Positionierung-in-bella-Italia_09.jpg" style="display: block; margin: 1em auto"><br />
<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/positionierung-in-bella-italia/">Positionierung in bella Italia: Was italienischer Kaffee über klare Haltung verrät</a></p>
<p>Warum man in bella Italia denkt, dass es in Deutschland mehr Apotheken als guten Kaffee gibt — und was Coffee-Shops, Third Wave Coffee und italienische Espressokultur über gute Positionierung verraten.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a><br />
<img src="https://multilingual-publishing.de/wp-content/uploads/2022/04/Yvonne-Frank_Positionierung-in-bella-Italia_09.jpg" style="display: block; margin: 1em auto"><br />
<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/positionierung-in-bella-italia/">Positionierung in bella Italia: Was italienischer Kaffee über klare Haltung verrät</a></p>

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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><span>Café vs. Coffee-Shop</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Für mich gibt es tatsächlich ein Deutschland vor den Coffee-Shops. Damals ging man einfach ins Café.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die Älteren unter uns erinnern sich bestimmt noch daran: Ende der Neunzigerjahre schossen plötzlich Coffee-Shops aus dem Boden. Zumindest in Berlin war das damals so. Über Nacht sah jede zweite Straße aus, als hätte man versehentlich ein Stück Seattle importiert.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Große Sofas.</span><br /><span>Pappbecher in Wassereimergröße.</span><br /><span>Jazzmusik.</span><br /><span>Und Getränkenamen, die länger waren als manche italienische Speisekarte.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Vorher war Kaffee in Deutschland erstaunlich unkompliziert gewesen. Man trank Filterkaffee. Cappuccino galt schon fast als exotisch. Niemand sprach über Bohnenprofile, Wasserhärte oder fermentierte Microlots aus Guatemala.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Dann kamen plötzlich:</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Vanilla Latte.</span><br /><span>White Chocolate Mocha.</span><br /><span>Hazelnut irgendwas.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Damals wollte ich mit einer Freundin einfach nur Kaffee trinken gehen. Also betraten wir neugierig einen dieser neuen Coffee-Shops. Vor uns hing eine riesige Tafel voller Kaffeespezialitäten.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Wir standen davor wie zwei Touristinnen ohne Sprachführer.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Nach wenigen Sekunden sagte meine Freundin völlig entnervt:</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Ich möchte einfach nur Kaffee. Aber das steht hier nirgends.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Bis heute finde ich diesen Satz großartig.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Denn ich verstand sie sofort.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Kurz zuvor hatte ich nämlich zwei Erasmus-Semester auf Sardinien verbracht. Und dort hatte ich gelernt, dass Kaffee gleichzeitig eine Wissenschaft und etwas völlig Selbstverständliches sein kann.</span></p>
<h2><span>Sardinien, neun Studenten und sehr viel Espresso</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ich wohnte damals mit neun sardischen Studenten in einer WG. Ja, wirklich: neun. Wer jemals mit so vielen Menschen zusammengelebt hat, weiß: Man entwickelt entweder soziale Kompetenzen oder Fluchtinstinkte.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Denn ständig klopfte jemand an meine Zimmertür und fragte, ob alles in Ordnung sei oder ob ich mit in den Supermarkt kommen möchte.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„Per fare la spesa.“ (Zusammen Lebensmittel einkaufen gehen. Zu zehnt. Mamma mia.)</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>So viel Fürsorge war ich gar nicht mehr gewohnt. In Deutschland hockte ich entweder allein in meiner Einzimmerwohnung oder war ständig „auf Trebe“, wie man in Berlin so schön sagt. </span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Auf Sardinien dagegen schien niemand freiwillig länger als zehn Minuten allein bleiben zu wollen. Irgendwer kochte immer Pasta, irgendwer erhielt einen Squillo oder verschickte selbst einen — diese italienische Kunst des Anrufens ohne Telefonieren – und irgendwer stellte grundsätzlich Espresso auf den Tisch.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Abends lief bei uns fast immer die Serie <strong>Friends</strong>.</span></p>
<p class="isSelectedEnd">Ironischerweise lernte ich die amerikanische Coffee-Shop-Kultur also ausgerechnet in Italien kennen. Leute in Berlin-Mitte würden sagen: „That’s iconic.&#8220;</p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Da saßen diese sechs Menschen im berühmten Central Perk auf riesigen Sofas, tranken XXL-Kaffeebecher und verbrachten gefühlt ihr komplettes Leben im Coffee-Shop.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und wir?</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Wir saßen parallel in unserer sardischen WG-Küche und tranken Espresso. Schnell. Stark. Ohne Karamellsirup.</span></p>
<p data-start="530" data-end="624">Was das Ganze noch surrealer machte: Eine der Protagonistinnen hieß wie meine Katze in Berlin.</p>
<p data-start="629" data-end="636">Phoebe.</p>
<p data-start="641" data-end="651">Kein Witz.</p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Während im Fernsehen Menschen stundenlang mit riesigen Pappbechern auf Sofas saßen, stellte bei uns irgendwer wortlos eine Espressokanne auf den Tisch.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Rückblickend prallten dort eigentlich zwei Welten aufeinander:</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>die amerikanische Coffee-Shop-Kultur</span><br /><span>und die italienische Caffè-Kultur.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die eine verkauft Atmosphäre.</span><br /><span>Die andere einfach verdammt guten Kaffee.</span></p>
<h2><span>In Italien bestellt niemand „Medium Vanilla Hazelnut Dream“</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>In Italien bekommst du an jeder Ecke guten Caffè. Wirklich überall.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>In der Bar.</span><br /><span>Im Bahnhof.</span><br /><span>An der Tankstelle.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Sogar an Orten, an denen man in Deutschland eher mit traurigem Automatenkaffee rechnen würde, der schmeckt wie heißes Druckerwasser.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und das Erstaunliche ist:</span><br /><span>Niemand macht dort ein großes Theater daraus.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Da hängt keine halbe Doktorarbeit über Bohnen aus einer vulkanischen Mikroregion an der Wand. Niemand fragt dich nach:</span></p>
<ul data-spread="false">
<li><span>Hafermilch,</span></li>
<li><span>Sojamilch,</span></li>
<li><span>Erbsenmilch,</span></li>
<li><span>emotional ausgeglichener Mandelmilch</span></li>
</ul>
<p class="isSelectedEnd"><span>oder deinem persönlichen Süßegrad auf einer Skala von eins bis zehn.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Du bestellst einen Caffè.</span><br /><span>Du bekommst Espresso.</span><br /><span>End of story.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und dieser Espresso kommt aus einer ordentlichen Maschine, die jemand, der dort arbeitet, auch bedienen kann. </span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Sogar an der Tankstelle.</span></p>
<h2><span>„Ihr trinkt Brühe, keinen Kaffee.“</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Meine sardische Gastmutter in Alghero servierte mir jeden Samstagmorgen Kaffee. Richtigen Kaffee.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Mit deutscher Filterkaffeekultur konnte sie dagegen herzlich wenig anfangen.</span></p>
<p data-start="319" data-end="353">Mehr als einmal hörte ich von ihr:</p>
<p data-start="358" data-end="408">„In Germania, voi bevete brodo, non bevete caffè.“</p>
<p data-start="413" data-end="459">Und dann schob sie meistens noch ein empörtes:</p>
<p data-start="464" data-end="477">„Che schifo!“</p>
<p data-start="482" data-end="492">hinterher.</p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Auf Deutsch ungefähr:</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>„In Deutschland trinkt ihr Brühe, keinen Kaffee.“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>(„Einfach nur widerlich.“)</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das saß.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Besonders charmant fand ich allerdings ihre zweite Beobachtung:</span><br /><span>In Deutschland gäbe es zwar an jeder Ecke eine Apotheke, aber selten guten Kaffee.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ganz ehrlich?</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ein kleines bisschen hatte sie recht.</span></p>
<h2><span>Deutschland nach den Coffee-Shops</span></h2>
<p data-start="304" data-end="398">Als ich im Millenniumjahr nach Berlin zurückkam, hatte sich die Kaffeewelt komplett verändert.</p>
<p data-start="403" data-end="638">Zuerst waren die amerikanischen Coffee-Shops gekommen. Kaffee wurde plötzlich Lifestyle. Menschen liefen mit riesigen Bechern durch die Straßen, Cafés wurden zu Wohnzimmern und manche Getränke klangen inzwischen eher wie Dessertkarten.</p>
<p data-start="309" data-end="347">Dann zog ich 2010 ganz weg aus Berlin.</p>
<p data-start="352" data-end="387">Und ab dann wurde es noch nerdiger.</p>
<p data-start="392" data-end="443">Die sogenannte Third-Wave-Coffee-Bewegung entstand.</p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Plötzlich ging es nicht mehr nur um Kaffee, sondern um Extraktionstemperaturen, Mahlgrade, Wasserhärte und Bohnen aus Mikroregionen mit Flavor Notes von Grapefruit, Jasmin oder rosa Pfeffer.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Plötzlich hatte ich das Gefühl, manche Menschen beschrieben ihren Kaffee mit mehr Leidenschaft als ihre letzte Beziehung.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und bevor jetzt jemand denkt, ich würde mich darüber lustig machen: Ganz im Gegenteil, vieles finde ich auch wirklich gut.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die Bewegung hat nämlich auch dazu beigetragen, Kaffee wieder als echtes Handwerk wahrzunehmen. Gute Bohnen, faire Produktion und sorgfältige Zubereitung verdienen Aufmerksamkeit.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Aber manchmal hatte ich eben auch das Gefühl, man müsse erst ein kleines Sensorik-Seminar absolvieren, bevor man überhaupt einen Cappuccino bestellen durfte.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Plötzlich stand man nicht mehr einfach in einem Café, sondern gefühlt in einem Chemielabor mit Espressomaschine.</span></p>
<h2><span>No Oatmilk or Soja Milk. No Cazzate.</span></h2>
<p class="isSelectedEnd">Deshalb musste ich so lachen, als ich vor einiger Zeit in einer Filmszene aus einer Espressobar dieses Schild auf Italienisch und Englisch sah:</p>
<p class="isSelectedEnd"><span>NO SMOOTHIES</span><br /><span>NO FROZEN DRINKS</span><br /><span>NO OATMILK OR SOJA MILK</span><br />NO CAZZATE / NO BULLSHIT.</p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ich dachte sofort:</span><br /><span>Das ist die italienischste Positionierung der Welt.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Denn Italien interessiert sich oft erstaunlich wenig für Trends.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Dort fragt man nicht zuerst:</span><br /><span>„Was verkauft sich gerade besonders gut?“</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Sondern eher:</span><br /><span>„Was machen wir seit Jahrzehnten gut?“</span></p>
<h2><span>Italien macht nicht jeden Trend mit — und genau das ist die Stärke</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>In vielen italienischen Bars gibt es:</span></p>
<ul data-spread="false">
<li><span>keinen Pumpkin Spice Latte,</span></li>
<li><span>keinen Erdbeer-Frappuccino,</span></li>
<li><span>keine 14 Milchalternativen,</span></li>
<li><span>keine Literbecher zum Mitnehmen,</span></li>
<li><span>und oft nicht einmal WLAN.</span></li>
</ul>
<p class="isSelectedEnd"><span>Stattdessen:</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Espresso</span><br /><span>Cappuccino</span><br /><span>Latte macchiato </span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>E basta</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Vielleicht noch ein Cornetto.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das war’s.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und trotzdem funktionieren diese Orte seit Jahrzehnten.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Warum?</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Weil sie Haltung haben.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Sie wissen genau, wofür sie stehen.</span><br /><span>Und sie versuchen nicht, alles gleichzeitig zu sein.</span></p>
<p data-start="556" data-end="605">Vielleicht ist das überhaupt das ganze Geheimnis:</p>
<p data-start="610" data-end="680">Niemand versucht dort krampfhaft, der coolste Laden der Stadt zu sein.</p>
<p data-start="685" data-end="711">Sie machen einfach Kaffee.</p>
<h2><span>Kaffee ist Kulturgut</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>In Italien wird Kaffee zelebriert.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ob morgens schnell im Stehen an der Bar oder nach dem Essen mit Freunden — Kaffee ist dort kein Instagram-Accessoire, sondern Teil des Alltags und der Kultur.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>👉 Wer in Italien „caffè“ bestellt, bekommt Espresso.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>👉 Möchtest du einen doppelten Espresso, bestellst du einen „caffè doppio“.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>👉 Ein „caffè americano“ ist Espresso mit heißem Wasser.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>👉 Ein „caffè lungo“ wird mit mehr Wasser zubereitet.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das Angebot ist übersichtlich. Klar. Verständlich.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Und genau das ist eigentlich großartige Positionierung.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Attenzione!</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>👉 Bestell in Italien nicht einfach einen „Latte“. Sonst bekommst du möglicherweise nur ein Glas Milch vor die Nase gesetzt.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>👉 Espresso to go im Pappbecher? Eher schwierig.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>👉 Kaffee ohne Schnickschnack? Sì.</span></p>
<h2><span>Was Unternehmen daraus lernen können</span></h2>
<p class="isSelectedEnd"><span>Heute versuchen viele Unternehmen, jeden Trend gleichzeitig mitzunehmen:</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>ein bisschen KI,</span><br /><span>ein bisschen Storytelling,</span><br /><span>ein bisschen Personal Branding,</span><br /><span>ein bisschen Nachhaltigkeit,</span><br /><span>ein bisschen TikTok</span><br /><span>und am besten alles sofort.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das Ergebnis wirkt manchmal wie eine Getränkekarte aus einem überforderten Coffee-Shop der frühen 2000er.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Die italienische Kaffeekultur zeigt dagegen etwas ganz anderes.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Menschen erinnern sich selten an das Lauteste.</span><br /><span>Sie erinnern sich an das Klarste.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Das erinnert mich übrigens manchmal an meine Zeit in der Bäckerei. Dort lernst du ziemlich schnell: Menschen merken sofort, ob etwas ehrlich gemacht ist — oder nur hübsch dekoriert wurde. Augen auf bei Zuckerguss!</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Ein richtig gutes Croissant braucht keine Konfettikanone.</span><br /><span>Ein guter Espresso auch nicht.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>Manchmal reicht ein richtig guter Espresso.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span>So geht Positionierung in bella Italia.</span></p>
<p class="isSelectedEnd"><span></span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span>MOIN ❤️ Hier schreibt Yvonne. Ich verbinde Publishing, Sprachen und digitale Barrierefreiheit. In meinem Journal schreibe ich über gute Kommunikation, kluge Strukturen und die kleinen Beobachtungen dazwischen.</span></p></div>
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		<title>Barrierefreie PDFs mit Adobe InDesign: So gelingt der echte PDF/UA-Workflow</title>
		<link>https://multilingual-publishing.de/barrierefreie-pdfs-indesign-pdf-ua/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Frank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 08:13:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InDesign]]></category>
		<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[PDF]]></category>
		<category><![CDATA[Publishing Tipps & Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Adobe InDesign]]></category>
		<category><![CDATA[barrierefreie pdfs]]></category>
		<category><![CDATA[PDF/UA Workflow]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a><br />
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<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/barrierefreie-pdfs-indesign-pdf-ua/">Barrierefreie PDFs mit Adobe InDesign: So gelingt der echte PDF/UA-Workflow</a></p>
<p>Viele denken Adobe InDesign reicht für barrierefreien PDFs aus. Erfahre, warum der echte PDF/UA-Workflow zusätzliche Schritte braucht – und wo die größten Probleme entstehen.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Barrierefreie PDFs <strong>mit</strong> <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Adobe InDesign erstellen: </span></span>Der echte PDF/UA-Workflow in der Praxis</h1>
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p data-start="417" data-end="574">Du sitzt vor einem Kundenprojekt. Die Anforderung steht schwarz auf weiß: Zusätzlich zum Print-PDF wird ein barrierefreies PDF nach PDF/UA-Standard benötigt.</p>
<p data-start="576" data-end="841">Also beginnst du zu recherchieren.</p>
<p data-start="576" data-end="841">Du googelst.</p>
<p data-start="310" data-end="439">Du schaust Tutorials.</p>
<p data-start="310" data-end="439">Vielleicht kaufst du dir sogar das Fachbuch von Klaas Posselt – für viele im deutschsprachigen Raum eine der wichtigsten Grundlagen zum Thema barrierefreie PDF-Dokumente.</p>
<p data-start="441" data-end="551">Und trotzdem fühlt sich das Thema schon kompliziert an, bevor das eigentliche Projekt überhaupt gestartet ist.</p>
<p data-start="843" data-end="933">Irgendwann sitzt du dann vor <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Adobe InDesign</span></span> und bereitest alles vor:</p>
<ul data-start="935" data-end="1066">
<li data-section-id="ejoj6x" data-start="935" data-end="967">Absatzformate sauber anlegen</li>
<li data-section-id="i2npqy" data-start="968" data-end="1002">Bilder mit Alt-Texten versehen</li>
<li data-section-id="6bhzva" data-start="1003" data-end="1034">Überschriften strukturieren</li>
<li data-section-id="11ctpm" data-start="1035" data-end="1066">Lesereihenfolge durchdenken</li>
</ul>
<p data-start="1068" data-end="1105">Eigentlich fehlt nur noch der Export.</p>
<p data-start="1107" data-end="1118">Eigentlich.</p>
<p data-start="1120" data-end="1228">Denn genau an diesem Punkt wird klar: Ein einfacher „PDF/UA exportieren“-Button existiert in Adobe InDesign nicht.</p>
<p data-start="1230" data-end="1238">Es gibt:</p>
<ul data-start="1239" data-end="1401">
<li data-section-id="sl99ec" data-start="1239" data-end="1276">kein zentrales Accessibility-Menü</li>
<li data-section-id="12n6vh5" data-start="1277" data-end="1312">keinen klaren Abschluss-Schritt</li>
<li data-section-id="1tcwlxv" data-start="1313" data-end="1401">und keinen Export, der automatisch ein vollständig PDF/UA-konformes Dokument erzeugt</li>
</ul>
<p data-start="1403" data-end="1471">Stattdessen verteilen sich die Funktionen über das gesamte Programm:</p>
<ul data-start="1473" data-end="1713">
<li data-section-id="1wgkmf4" data-start="1473" data-end="1533">Export-Tags verstecken sich in den Absatzformat-Optionen</li>
<li data-section-id="1nfmgf8" data-start="1534" data-end="1591">Alt-Texte hinterlegst du in den Objekt-Exportoptionen</li>
<li data-section-id="byr73n" data-start="1592" data-end="1652">Metadaten pflegst du über Datei &gt; Dateiinformationen ein</li>
<li data-section-id="ceew9c" data-start="1653" data-end="1713">die Lesereihenfolge steuerst du über das Artikel-Fenster</li>
</ul>
<p data-start="1715" data-end="1794">Und genau hier beginnt das eigentliche Problem im Alltag vieler Designer:innen.</p>
<p data-start="1796" data-end="1937" data-is-last-node="" data-is-only-node="">👉 Die Herausforderung ist oft nicht die Funktion selbst – sondern sie zu finden, richtig zu verstehen und sauber miteinander zu kombinieren.</p>
<h2><span class="Apple-converted-space">Was ist PDF/UA? </span></h2>
<p data-start="1673" data-end="1757">PDF/UA ist ein internationaler Standard (ISO 14289) für barrierefreie PDF-Dokumente.</p>
<p data-start="1759" data-end="1938">Er beschreibt, wie ein PDF technisch aufgebaut sein muss, damit es für möglichst viele Menschen zugänglich und nutzbar ist – auch mit Screenreadern oder anderen Hilfstechnologien.</p>
<h3>💡Einfach erklärt:</h3>
<p data-start="1968" data-end="2006">Ein PDF/UA-konformes Dokument enthält:</p>
<ul data-start="2008" data-end="2213">
<li data-section-id="s62668" data-start="2008" data-end="2042">eine logische Dokumentstruktur</li>
<li data-section-id="11mjxt" data-start="2043" data-end="2094">korrekt ausgezeichnete Überschriften und Listen</li>
<li data-section-id="ru8xqe" data-start="2095" data-end="2125">Alternativtexte für Bilder</li>
<li data-section-id="9551r9" data-start="2126" data-end="2161">eine definierte Lesereihenfolge</li>
<li data-section-id="oy0aqc" data-start="2162" data-end="2213">eine technische Kennzeichnung für Assistive Technologien</li>
</ul>
<p data-start="2215" data-end="2310">👉 Kurz gesagt: Das PDF muss nicht nur gut aussehen. Es muss auch technisch verständlich sein.</p>
<h3>Warum PDF/UA heute wichtig ist</h3>
<p data-start="2351" data-end="2466">Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) wird digitale Barrierefreiheit für viele Unternehmen verpflichtend.</p>
<p data-start="2468" data-end="2503">Das betrifft u. a. Unternehmen mit:</p>
<ul data-start="2504" data-end="2565">
<li data-section-id="2yb17c" data-start="2504" data-end="2534">mehr als 10 Mitarbeitenden</li>
<li data-section-id="1oaza55" data-start="2535" data-end="2565">über 2 Mio. € Jahresumsatz</li>
</ul>
<p data-start="2567" data-end="2588">Grundlage dafür sind:</p>
<ul data-start="2589" data-end="2689">
<li data-section-id="14iyq4y" data-start="2589" data-end="2624">die europäische Norm EN 301 549</li>
<li data-section-id="10htzwy" data-start="2625" data-end="2649">die WCAG-Richtlinien</li>
<li data-section-id="10paxzg" data-start="2650" data-end="2689">und für Dokumente zusätzlich PDF/UA</li>
</ul>
<p data-start="2691" data-end="2704">Das bedeutet:</p>
<p data-start="2706" data-end="2825">👉 Barrierefreie PDFs sind längst kein Nischenthema mehr.<br data-start="2763" data-end="2766" />👉 Sie werden zunehmend Teil normaler Publishing-Workflows.</p>
<h2 data-start="584" data-end="624"><strong data-start="584" data-end="624">Kostenloser Einstieg: PDF/UA kompakt</strong></h2>
<p data-start="626" data-end="789">Wenn du dich zuerst kompakt in das Thema einlesen möchtest, findest du bei der <strong data-start="705" data-end="724">PDF Association</strong> die Broschüre <a href="https://pdfa.org/resource/pdfua-kompakt/" target="_blank" rel="noopener"><strong data-start="739" data-end="759">„PDF/UA kompakt“</strong></a> als kostenlosen PDF-Download.</p>
<p data-start="791" data-end="974">Sie gibt einen guten Überblick darüber, was hinter PDF/UA steckt, welche Anforderungen der Standard beschreibt und warum barrierefreie PDF-Dokumente mehr sind als ein sauberer Export.</p>
<h3>Was <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Adobe InDesign</span></span> kann – und was nicht</h3>
<p data-start="2898" data-end="2973">InDesign ist ein starkes Layout-Werkzeug für die Vorbereitung barrierefreier PDFs.</p>
<p data-start="2975" data-end="2995">Und das ist wichtig.</p>
<p data-start="2997" data-end="3074">Denn ohne eine saubere Struktur entsteht später kein funktionierendes PDF/UA.</p>
<h3>✔️ Das kann InDesign</h3>
<p data-start="3106" data-end="3120">InDesign kann:</p>
<ul data-start="3122" data-end="3385">
<li data-section-id="1i1zvcq" data-start="3122" data-end="3163">Absatzformate mit PDF-Tags verknüpfen</li>
<li data-section-id="18g9eoh" data-start="3164" data-end="3200">Alt-Texte für Bilder hinterlegen</li>
<li data-section-id="1p2ww4s" data-start="3201" data-end="3239">Inhalte als Artefakte kennzeichnen</li>
<li data-section-id="9b4anm" data-start="3240" data-end="3272">Listen korrekt strukturieren</li>
<li data-section-id="1g538jx" data-start="3273" data-end="3308">Tabellen semantisch vorbereiten</li>
<li data-section-id="p5wfsa" data-start="3309" data-end="3351">Hyperlinks und Lesezeichen exportieren</li>
<li data-section-id="1wvwf6o" data-start="3352" data-end="3385">Tags beim PDF-Export erzeugen</li>
</ul>
<p data-start="3387" data-end="3445">👉 Genau hier entsteht die Grundlage für Barrierefreiheit.</p>
<h3 data-section-id="14cypk" data-start="3452" data-end="3480">❌ Das kann InDesign nicht</h3>
<p data-start="3482" data-end="3502">InDesign kann nicht:</p>
<ul data-start="3504" data-end="3642">
<li data-section-id="pgkxw1" data-start="3504" data-end="3560">automatisch vollständige PDF/UA-Konformität erzeugen</li>
<li data-section-id="1cty2yo" data-start="3561" data-end="3604">technische PDF/UA-Prüfungen durchführen</li>
<li data-section-id="rwqj2v" data-start="3605" data-end="3642">Barrierefreiheit final validieren</li>
</ul>
<p data-start="3644" data-end="3731">👉 <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Adobe InDesign</span></span> erstellt die Struktur, nicht die Konformität.</p>
<h3>Warum InDesign allein nicht reicht</h3>
<p data-start="3776" data-end="3813">Jetzt kommt der wichtige Unterschied.</p>
<p data-start="3815" data-end="3951">Selbst wenn dein PDF aus InDesign sauber aufgebaut und korrekt getaggt ist, gilt es technisch noch nicht automatisch als PDF/UA-konform.</p>
<p data-start="3953" data-end="3959">Warum?</p>
<p data-start="3961" data-end="4008">Weil die offizielle PDF/UA-Kennzeichnung fehlt.</p>
<p data-start="4010" data-end="4068">Das klingt erstmal abstrakt.<br data-start="4038" data-end="4041" />Praktisch bedeutet es aber:</p>
<p data-start="4070" data-end="4155">👉 Prüftools wie PAC (kostenloser PDF Accessibility Checker) erkennen das Dokument noch nicht als vollständig PDF/UA-konform.</p>
<p data-start="4157" data-end="4248">Der finale technische Schritt passiert meist erst in <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Adobe Acrobat Pro</span></span>.</p>
<p data-start="4250" data-end="4289">Und genau hier stolpern viele Projekte.</p>
<p data-start="4291" data-end="4296">Denn:</p>
<ul data-start="4297" data-end="4413">
<li data-section-id="1eng36e" data-start="4297" data-end="4323">das PDF wirkt „fertig“</li>
<li data-section-id="1inof0i" data-start="4324" data-end="4358">die Struktur sieht korrekt aus</li>
<li data-section-id="hpbmsy" data-start="4359" data-end="4413">trotzdem erscheinen Fehlermeldungen in der Prüfung</li>
</ul>
<h3>💡 Merksatz</h3>
<p>👉 InDesign baut die Struktur.<br data-start="4466" data-end="4469" />👉 Acrobat sichert die Konformität.</p>
<h2>Der echte PDF/UA-Workflow</h2>
<p data-start="4540" data-end="4612">Barrierefreie PDFs entstehen in der Praxis fast immer in drei Schritten.</p>
<p data-start="4614" data-end="4649">Nicht durch einen einzelnen Export.</p>
<h3 data-start="4614" data-end="4649">Schritt 1: Struktur in InDesign vorbereiten</h3>
<p data-start="4703" data-end="4748">Hier entsteht die Grundlage deines Dokuments.</p>
<p data-start="4750" data-end="4763">Dazu gehören:</p>
<ul data-start="4764" data-end="4997">
<li data-section-id="mrf2g8" data-start="4764" data-end="4799">Absatzformate konsequent nutzen</li>
<li data-section-id="1nzc9oy" data-start="4800" data-end="4832">Export-Tags korrekt zuweisen</li>
<li data-section-id="1yqzfn1" data-start="4833" data-end="4858">Alt-Texte hinterlegen</li>
<li data-section-id="da09o0" data-start="4859" data-end="4914">echte Listen statt manueller Aufzählungen verwenden</li>
<li data-section-id="1aols4u" data-start="4915" data-end="4948">Tabellen sauber strukturieren</li>
<li data-section-id="1td7178" data-start="4949" data-end="4997">Lesereihenfolge im Artikel-Fenster festlegen</li>
</ul>
<p data-start="4999" data-end="5052">Danach exportierst du ein getaggtes PDF aus InDesign.</p>
<p data-start="5054" data-end="5132">👉 Dieser Schritt entscheidet später über die Qualität des gesamten Dokuments.</p>
<h3 data-start="5054" data-end="5132">Schritt 2: PDF in <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Adobe Acrobat Pro</span></span> finalisieren</h3>
<p data-start="5211" data-end="5254">Jetzt wird das PDF technisch abgeschlossen.</p>
<p data-start="5256" data-end="5269">Dazu gehören:</p>
<ul data-start="5270" data-end="5382">
<li data-section-id="urk6ik" data-start="5270" data-end="5298">PDF/UA-Identifier setzen</li>
<li data-section-id="1d6p5ye" data-start="5299" data-end="5325">Struktur kontrollieren</li>
<li data-section-id="1nx3qvu" data-start="5326" data-end="5341">Tags prüfen</li>
<li data-section-id="1tr5dwn" data-start="5342" data-end="5364">Fehler korrigieren</li>
<li data-section-id="1qog4ef" data-start="5365" data-end="5382">PDF speichern</li>
</ul>
<p data-start="5384" data-end="5429">Dieser Schritt dauert oft nur wenige Minuten.</p>
<p data-start="5431" data-end="5498">👉 Er ist aber entscheidend für die eigentliche PDF/UA-Konformität.</p>
<h3 data-start="5431" data-end="5498">Schritt 3: Barrierefreiheit prüfen</h3>
<p data-start="5543" data-end="5570">Zum Schluss wird validiert.</p>
<p data-start="5572" data-end="5629">Je nach Betriebssystem kommen unterschiedliche Tools zum Einsatz:</p>
<p data-section-id="109hja1" data-start="5631" data-end="5642"><strong>Unter Windows</strong></p>
<ul>
<li>Acrobat Pro</li>
<li>PDF Accessibility Checker (PAC 2025)</li>
</ul>
<p data-section-id="1xxfg15" data-start="5683" data-end="5690"><strong>Unter Mac OS</strong></p>
<ul data-start="5691" data-end="5751">
<li data-section-id="11lnjjh" data-start="5691" data-end="5706">Acrobat Pro</li>
<li data-section-id="1qoa9i9" data-start="5707" data-end="5720">axesCheck</li>
<li data-section-id="1bo3d1e" data-start="5721" data-end="5751">weitere Online-Validatoren (z. B. im <span>Accessibility Center von Gehirngerecht Digital)</span></li>
</ul>
<p data-start="5753" data-end="5827">👉 Erst die Prüfung zeigt, ob das PDF technisch wirklich barrierefrei ist.</p>
<h3 data-section-id="15xj1kf" data-start="5834" data-end="5850">💡 Kurz gesagt</h3>
<p data-start="5852" data-end="5890">Ein barrierefreies PDF entsteht durch:</p>
<ol data-start="5892" data-end="5974">
<li data-section-id="eoyb74" data-start="5892" data-end="5917">Struktur in InDesign</li>
<li data-section-id="1e60x65" data-start="5918" data-end="5947">technische Finalisierung</li>
<li data-section-id="rwqpem" data-start="5948" data-end="5974">anschließende Prüfung</li>
</ol>
<p data-start="5976" data-end="6011">Nicht durch einen einzelnen Export.</p>
<h2 data-section-id="reh5q9" data-start="6018" data-end="6060">Wie aufwendig ist der Workflow wirklich?</h2>
<p data-start="6062" data-end="6083">Die ehrliche Antwort:</p>
<p data-start="6085" data-end="6120">Am Anfang wirkt PDF/UA kompliziert.</p>
<p data-start="6122" data-end="6215">Vor allem, weil sich viele Funktionen in unterschiedlichen Bereichen von InDesign verstecken.</p>
<h3 data-start="6122" data-end="6215">Realistische Zeitplanung</h3>
<p data-section-id="5kljfh" data-start="6251" data-end="6269"><strong>Erstes Projekt</strong></p>
<p data-start="6270" data-end="6294">3–4 Stunden sind normal.</p>
<p data-start="6296" data-end="6299">Du:</p>
<ul data-start="6300" data-end="6374">
<li data-section-id="1vjrvwj" data-start="6300" data-end="6321">suchst Funktionen</li>
<li data-section-id="np5k80" data-start="6322" data-end="6346">prüfst Einstellungen</li>
<li data-section-id="1qgwunm" data-start="6347" data-end="6374">verstehst Zusammenhänge</li>
</ul>
<p data-section-id="c91oko" data-start="6381" data-end="6403"><strong>Nach etwas Routine</strong></p>
<p data-start="6404" data-end="6431">Der Aufwand sinkt deutlich.</p>
<p data-start="6433" data-end="6464">Viele Projekte liegen dann bei:</p>
<ul data-start="6465" data-end="6507">
<li data-section-id="1pz1w3v" data-start="6465" data-end="6480">1–2 Stunden</li>
<li data-section-id="rk7ehh" data-start="6481" data-end="6507">oder deutlich darunter</li>
</ul>
<p data-start="6509" data-end="6564">👉 Mit Erfahrung wird der Workflow überraschend stabil.</p>
<h2 data-section-id="5v3k3u" data-start="6571" data-end="6610">Alternativen zum klassischen Workflow</h2>
<p data-start="6612" data-end="6645">Nicht jedes Team arbeitet gleich.</p>
<p data-start="6647" data-end="6685">Deshalb gibt es unterschiedliche Wege.</p>
<h3 data-section-id="qu29or" data-start="6692" data-end="6721">Option 1: Standard-Workflow</h3>
<p data-start="6723" data-end="6742">Der klassische Weg:</p>
<ul data-start="6744" data-end="6870">
<li data-section-id="1qodurp" data-start="6744" data-end="6798"><span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Adobe InDesign</span></span> für Struktur</li>
<li data-section-id="1f76x82" data-start="6799" data-end="6870"><span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Adobe Acrobat Pro</span></span> für Finalisierung und Prüfung</li>
</ul>
<p data-start="6872" data-end="6914">👉 Das ist aktuell der häufigste Workflow.</p>
<h3 data-section-id="qwf0f8" data-start="6921" data-end="6948">Option 2: Plug-ins nutzen</h3>
<p data-start="6950" data-end="7045">Bekannte Erweiterungen wie MadeToTag ergänzen InDesign um zusätzliche Accessibility-Funktionen.</p>
<p data-start="7047" data-end="7056">Das kann:</p>
<ul data-start="7057" data-end="7139">
<li data-section-id="1qwtgbf" data-start="7057" data-end="7082">Prozesse vereinfachen</li>
<li data-section-id="mv7s16" data-start="7083" data-end="7108">Prüfungen vorbereiten</li>
<li data-section-id="p71n8u" data-start="7109" data-end="7139">Export-Schritte reduzieren</li>
</ul>
<p data-start="7141" data-end="7192">👉 Besonders interessant bei hohem Dokumentvolumen.</p>
<h3 data-section-id="g0rt22" data-start="7199" data-end="7222">Option 3: Outsourcing</h3>
<p data-start="7224" data-end="7283">Einige Teams übernehmen nur die Layout-Vorbereitung intern.</p>
<p data-start="7285" data-end="7332">Die finale PDF/UA-Prüfung wird extern erledigt.</p>
<p data-start="7334" data-end="7357">Das kann sinnvoll sein:</p>
<ul data-start="7358" data-end="7459">
<li data-section-id="d3a7nm" data-start="7358" data-end="7379">bei großen Mengen</li>
<li data-section-id="lvn9s9" data-start="7380" data-end="7408">bei komplexen Dokumenten</li>
<li data-section-id="18s7tz9" data-start="7409" data-end="7459">oder wenn intern wenig Erfahrung vorhanden ist</li>
</ul>
<h2 data-section-id="1dlwcsp" data-start="7466" data-end="7532">Fazit: Barrierefreie PDFs sind ein Prozess</h2>
<p data-start="7534" data-end="7612">Barrierefreie PDFs entstehen nicht so, wie viele es sich am Anfang vorstellen.</p>
<p data-start="7614" data-end="7728">Mit <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Adobe InDesign</span></span> kannst du die Grundlage für ein barrierefreies PDF nach PDF/UA schaffen.</p>
<p data-start="7730" data-end="7733">Du:</p>
<ul data-start="7734" data-end="7863">
<li data-section-id="1dmiq3l" data-start="7789" data-end="7814"><span style="font-size: 18px;">strukturierst Inhalte</span></li>
<li data-section-id="1dmiq3l" data-start="7789" data-end="7814">hinterlegst Alt-Texte</li>
<li data-section-id="cfw6fy" data-start="7815" data-end="7863">bereitest das Dokument semantisch sauber vor</li>
</ul>
<p data-start="7865" data-end="7906">Genau hier liegt die Stärke von InDesign.</p>
<p data-start="7908" data-end="7992">Was InDesign jedoch nicht liefert, ist der berühmte „Ein-Klick-barrierefrei“-Moment.</p>
<p data-start="7994" data-end="8027">Ein Export, der automatisch sagt:</p>
<blockquote data-start="8028" data-end="8052">
<p data-start="8030" data-end="8052">fertig, PDF/UA-konform</p>
</blockquote>
<p data-start="8054" data-end="8070">existiert nicht.</p>
<p data-start="8072" data-end="8257">Die eigentliche Konformität entsteht erst im Zusammenspiel mit einem zweiten Schritt – meist in <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Adobe Acrobat Pro</span></span>, wo das PDF technisch finalisiert und geprüft wird.</p>
<p data-start="8259" data-end="8276">Man könnte sagen:</p>
<p data-start="8278" data-end="8358">👉 InDesign baut das Fundament.<br data-start="8307" data-end="8310" />👉 Acrobat prüft, ob alles korrekt funktioniert.</p>
<p data-start="8360" data-end="8438">Wenn du also fragst, ob sich barrierefreie PDFs mit InDesign erstellen lassen:</p>
<p data-start="8440" data-end="8452">Ja, absolut.</p>
<p data-start="8454" data-end="8513">Aber nur als Teil eines Workflows – nicht als Alleinlösung.</p>
<p data-start="8515" data-end="8648">Und genau dieser Unterschied entscheidet später darüber, ob ein Dokument stabil funktioniert oder in der Prüfung Probleme verursacht.</p>
<h2 data-section-id="1awkoit" data-start="8937" data-end="8964">📒 Buchtipp: Barrierefreie Dokumente besser verstehen</h2>
<p data-start="616" data-end="745">Vielleicht denkst du gerade: Ich will doch nur schnell ein PDF barrierefrei machen. Warum braucht dieses Thema so viel Erklärung?</p>
<p data-start="747" data-end="939">Weil barrierefreie Dokumente nicht durch ein paar einfache Mausklicks entstehen. Inhalte müssen sinnvoll konzipiert, sauber strukturiert, technisch aufbereitet und anschließend geprüft werden.</p>
<p data-start="941" data-end="1155">Das Fachbuch von <strong data-start="958" data-end="975">Klaas Posselt</strong> ist dafür ein hilfreicher Praxisleitfaden und ein gutes Nachschlagewerk – besonders, wenn du verstehen möchtest, warum ein getaggtes PDF noch nicht automatisch PDF/UA-konform ist.</p>
<p data-start="1157" data-end="1460"><strong data-start="1157" data-end="1184">Hinweis zur Aktualität:</strong> Auch 2026 ist das Buch fachlich weiterhin relevant. Das inzwischen in Kraft getretene <strong data-start="1271" data-end="1314">Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG)</strong> wird zwar noch nicht als aktueller Rechtsrahmen genannt, die fachlichen Grundlagen orientieren sich jedoch an denselben Standards und Prinzipien.</p>
<p data-start="1462" data-end="1611"><strong data-start="1462" data-end="1492">Hinweis zur Verfügbarkeit:</strong> Die gedruckte Ausgabe ist beim Verlag derzeit ausverkauft. Als <strong data-start="1556" data-end="1563">PDF</strong> und <strong data-start="1568" data-end="1576">EPUB</strong> ist das Buch weiterhin erhältlich.</p>
<p data-start="1308" data-end="1485"><strong data-start="1308" data-end="1331">Transparenzhinweis:</strong> Der folgende Button ist ein Affiliate-Link. Wenn du darüber kaufst, erhalte ich ggf. eine kleine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span>MOIN ❤️ Hier schreibt Yvonne. Ich verbinde Publishing, Sprachen und digitale Barrierefreiheit. In meinem Journal schreibe ich über gute Kommunikation, kluge Strukturen und die kleinen Beobachtungen dazwischen.</span></p></div>
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			</item>
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		<title>Schatz, warum lernst du Schwedisch?</title>
		<link>https://multilingual-publishing.de/schatz-warum-lernst-du-schwedisch/</link>
					<comments>https://multilingual-publishing.de/schatz-warum-lernst-du-schwedisch/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Frank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 15:12:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sprachen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwedisch]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Mallorca]]></category>
		<category><![CDATA[Möglichkeiten nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[Romanische Sprachen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwedisch lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachmissverständnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Sprechen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://2021.multilingual-publishing.de/?p=534</guid>

					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a><br />
<img src="https://multilingual-publishing.de/wp-content/uploads/2022/04/Yvonne-Frank_warum-lernst-du-schwedisch_6.jpg" style="display: block; margin: 1em auto"><br />
<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/schatz-warum-lernst-du-schwedisch/">Schatz, warum lernst du Schwedisch?</a></p>
<p>Warum mein Freund fassungslos guckte, als ich vor unserem Mallorca-Urlaub Schwedisch lernte.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a><br />
<img src="https://multilingual-publishing.de/wp-content/uploads/2022/04/Yvonne-Frank_warum-lernst-du-schwedisch_6.jpg" style="display: block; margin: 1em auto"><br />
<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/schatz-warum-lernst-du-schwedisch/">Schatz, warum lernst du Schwedisch?</a></p>
<p><div class="et_pb_section et_pb_section_8 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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Es sei denn, man m\u00f6chte Kellner oder&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;1\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;das Personal an der Hotelrezeption mit ein paar Brocken Spanisch beeindrucken.&lt;sources-carousel-inline ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1065568939=\&quot;\&quot;&gt;&lt;source-inline-chip _ngcontent-ng-c1065568939=\&quot;\&quot; _nghost-ng-c480122061=\&quot;\&quot; class=\&quot;ng-star-inserted\&quot;&gt;&lt;\/source-inline-chip&gt;&lt;\/sources-carousel-inline&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;Mallorca ist l\u00e4ngst ein kosmopolitischer Ort. Das Personal in Hotels und Gastronomie ist multilingual unterwegs. Ich spreche schon zwei romanische Sprachen: Franz\u00f6sisch und Italienisch. Das ist Fluch und Segen zugleich. Denn das Italienische kommt mir beim Spanischlernen immer wieder in die Quere. Manchmal f\u00fchle ich mich wie ein wandelndes Sprachen-Wirrwarr, wenn ich beim B\u00e4cker auf Mallorca \u201eGrazie\u201c statt \u201eGracias\u201c bestelle und die Verk\u00e4uferin nur mitleidig l\u00e4chelt.&lt;\/p&gt;\n&lt;p data-path-to-node=\&quot;7\&quot; id=\&quot;p-rc_398e93cbda067a5f-50\&quot;&gt;Bei Schwedisch kann ich nicht schummeln. Ich muss von Anfang an \u00fcben, besonders die Aussprache. \ud83d\ude48 Denn schwedische W\u00f6rter und S\u00e4tze richtig zu intonieren, ist eine Kunst. Es ist kompliziert, im gesprochenen Schwedisch einzelne W\u00f6rter zu identifizieren, da Schweden gerne Endungen verschlucken oder Pr\u00e4positionen vernuscheln. &lt;span class=\&quot;citation-769\&quot;&gt;&lt;\/span&gt;&lt;span class=\&quot;citation-768 citation-769 citation-end-769\&quot;&gt;Daran muss sich das deutsche Ohr erst mal gew\u00f6hnen.&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;2\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;&lt;span class=\&quot;citation-768 citation-end-768\&quot;&gt;&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;3\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;&lt;sources-carousel-inline ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1065568939=\&quot;\&quot;&gt;&lt;source-inline-chip _ngcontent-ng-c1065568939=\&quot;\&quot; _nghost-ng-c480122061=\&quot;\&quot; class=\&quot;ng-star-inserted\&quot;&gt;&lt;\/source-inline-chip&gt;&lt;\/sources-carousel-inline&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span class=\&quot;citation-766 citation-767 citation-end-767\&quot;&gt;Und so spreche ich schwedische S\u00e4tze so lange in mein Smartphone, bis die App sagt: \u201eDu klingst wie ein Profi\u201c. Erst, wenn die App zufrieden ist, bin ich es auch. Im Urlaub auf Mallorca kannst du dich&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;4\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;&lt;span class=\&quot;citation-766 citation-end-766\&quot;&gt;am Pool mit Engl\u00e4ndern und Deutschen bis zur Besinnungslosigkeit betrinken oder \u2013&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;5\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;so wie wir \u2013 in die Berge wandern und in abgelegenen Buchten baden.&lt;sources-carousel-inline ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1065568939=\&quot;\&quot;&gt;&lt;source-inline-chip _ngcontent-ng-c1065568939=\&quot;\&quot; _nghost-ng-c480122061=\&quot;\&quot; class=\&quot;ng-star-inserted\&quot;&gt;&lt;\/source-inline-chip&gt;&lt;\/sources-carousel-inline&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;Diese Insel hat so viele Facetten. Abseits der \u00fcberf\u00fcllten Str\u00e4nde entfaltet sich eine raue, urspr\u00fcngliche Sch\u00f6nheit, die perfekt zu meiner neu entdeckten Sprach-Leidenschaft passte. Genau dort, inmitten der herrlichsten Natur, trafen wir auf Filippa und Anders, ein P\u00e4rchen aus SCHWEDEN. \ud83c\uddf8\ud83c\uddea&lt;\/p&gt;\n&lt;p data-path-to-node=\&quot;10\&quot;&gt;Sie waren skandinavisch-weltoffen, kommunikativ und sprachen einfach exzellent Englisch. Selbst komplizierte Sachverhalte verstanden beide in die richtigen Worte zu kleiden. Auch nach unserem Urlaub standen wir in engem Kontakt und verabredeten uns per Videocall zur FIKA, der traditionellen schwedischen Kaffeepause. Fika war f\u00fcr mich mehr als nur Kaffeetrinken; es war ein heiliges Ritual der Entschleunigung. Diese kleinen, bewussten Pausen mit meinen neuen Freunden gaben mir Kraft und motivierten mich, dranzubleiben.&lt;\/p&gt;\n&lt;h2 data-path-to-node=\&quot;5\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;color: #6bc1ad;\&quot;&gt;Meine App-Journey mit Schwedisch&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p data-path-to-node=\&quot;6\&quot;&gt;Meine Lernreise begann mit &lt;a href=\&quot;https:\/\/www.memrise.com\/en\/learn-swedish\&quot; target=\&quot;_blank\&quot; rel=\&quot;noopener\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;color: #e84846;\&quot;&gt;&lt;b data-path-to-node=\&quot;6\&quot; data-index-in-node=\&quot;27\&quot;&gt;Memrise&lt;\/b&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/a&gt;: Die visuelle Unterst\u00fctzung und die kreativen Lernkarten halfen mir enorm, ein erstes Vokabular aufzubauen und die Begriffe fast spielerisch zu verankern. Danach wechselte ich zu &lt;a href=\&quot;https:\/\/de.babbel.com\/\&quot; target=\&quot;_blank\&quot; rel=\&quot;noopener\&quot;&gt;&lt;b data-path-to-node=\&quot;6\&quot; data-index-in-node=\&quot;214\&quot;&gt;Babbel&lt;\/b&gt;&lt;\/a&gt;. Diese App wurde zu meinem \u201eGrammatik-Anker\u201c, denn sie erkl\u00e4rte mir die Strukturen hinter den schwedischen S\u00e4tzen so logisch und praxisnah, dass ich endlich den Satzbau verstand. Zum Schluss kam &lt;a href=\&quot;https:\/\/en.duolingo.com\/register\&quot; target=\&quot;_blank\&quot; rel=\&quot;noopener\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;color: #e84846;\&quot;&gt;&lt;b data-path-to-node=\&quot;6\&quot; data-index-in-node=\&quot;416\&quot;&gt;Duolingo&lt;\/b&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/a&gt; ins Spiel. Das spielerische Design und der sanfte Druck durch die t\u00e4glichen \u201eStreaks\u201c hielten mich konsequent bei der Stange, selbst wenn meine Motivation mal einen kleinen Durchh\u00e4nger hatte. Wichtig ist an dieser Stelle, dass sowohl Memrise als auch Duolingo Schwedisch \u00fcber Englisch als Ausgangssprache vermitteln.&lt;\/p&gt;\n&lt;h2 class=\&quot;p1\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;color: #6bc1ad;\&quot;&gt;&lt;strong&gt;Das Fazit&lt;\/strong&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;&lt;span class=\&quot;s2\&quot;&gt;\ud83d\udc8e &lt;strong&gt;Sprachen verbinden:&lt;\/strong&gt; &lt;\/span&gt;Wir sprechen jetzt regelm\u00e4\u00dfiger &lt;span class=\&quot;s1\&quot;&gt;Englisch&lt;\/span&gt;, denn es reicht nicht, sich nur passiv Filme im Original auf Netflix anzuschauen. &lt;span class=\&quot;s2\&quot;&gt;\ud83c\uddfa\ud83c\uddf8&lt;br \/&gt;\ud83d\udc8e &lt;b data-path-to-node=\&quot;13,1,0\&quot; data-index-in-node=\&quot;3\&quot;&gt;Freundschaften entstehen:&lt;\/b&gt; Es war mein Wunsch, durch das Schwedischlernen neue Freunde zu gewinnen. Auch wenn meine schwedische Freundin mir nach dem Urlaub anfangs noch textete, ist der Kontakt sehr bald danach komplett abgebrochen. &lt;\/span&gt;&lt;span class=\&quot;s2\&quot;&gt;(Update 2026)&lt;br \/&gt;\ud83d\udc8e &lt;\/span&gt;&lt;strong&gt;Unser Plan:&lt;\/strong&gt; Wir wollten eigentlich auch zusammen &lt;span class=\&quot;s1\&quot;&gt;Spanisch &lt;\/span&gt;lernen. Der Plan ist nun auch obsolet. &lt;span class=\&quot;s2\&quot;&gt;\ud83c\uddea\ud83c\uddf8 (Update 2026)&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;Nach unserem Urlaub sagte mein Freund, der mittlerweile auch mein Ex -Freund ist, zu mir: \u201eManchmal ergibt es f\u00fcr mich nicht immer gleich Sinn, was du machst. Aber ich habe jetzt verstanden, warum du Schwedisch lernst.\u201c Und er hat recht: Manchmal f\u00fchren unerwartete Umwege zu den sch\u00f6nsten Begegnungen \u2013 auch wenn sich Lebenswege wieder trennen.&lt;\/p&gt;\n&lt;h2 class=\&quot;p1\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;color: #6bc1ad;\&quot;&gt;&lt;b&gt;Sprachen lernen beginnt &lt;\/b&gt;&lt;strong&gt;oft&lt;\/strong&gt;&lt;b&gt; mit einem kleinen Impuls&lt;\/b&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;Sprachenlernen muss nicht perfekt sein. Manchmal reicht es schon, wieder ein Gef\u00fchl f\u00fcr eine Sprache zu bekommen, ein paar W\u00f6rter aufzufrischen oder sich im Alltag ein kleines Lernritual zu schaffen.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;Wenn du gerade Lust hast, eine Sprache neu zu lernen oder wieder einzusteigen: &lt;span style=\&quot;color: #28282b;\&quot;&gt;&lt;strong&gt;Babbel bietet aktuell 34 % Rabatt auf Lifetime vom 21.05. bis 31.05.2026.&lt;\/strong&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;Vielleicht ist das genau der kleine Schubs, um wieder anzufangen.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;&lt;strong&gt;Affiliate-Hinweis:&lt;\/strong&gt; Dieser Link ist ein Affiliate-Link. Wenn du dar\u00fcber buchst, erhalte ich ggf. eine kleine Provision. F\u00fcr dich bleibt der Preis gleich.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;&quot;,&quot;tablet&quot;:&quot;&lt;p data-path-to-node=\&quot;3\&quot; id=\&quot;p-rc_398e93cbda067a5f-49\&quot;&gt;Mein Ex&lt;span class=\&quot;citation-770 citation-end-770\&quot;&gt;-Freund schaute mich fassungslos an, als aus meiner Sprach-Lern-App kurz vor unserem Urlaub schwedische Laute t\u00f6nten. \u201eMuss man denn unbedingt vor dem Mallorca-Urlaub Spanisch lernen?\u201c, schoss es mir durch den Kopf. Eigentlich nicht. Es sei denn, man m\u00f6chte Kellner oder&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;1\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;das Personal an der Hotelrezeption mit ein paar Brocken Spanisch beeindrucken.&lt;sources-carousel-inline ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1065568939=\&quot;\&quot;&gt;&lt;source-inline-chip _ngcontent-ng-c1065568939=\&quot;\&quot; _nghost-ng-c480122061=\&quot;\&quot; class=\&quot;ng-star-inserted\&quot;&gt;&lt;\/source-inline-chip&gt;&lt;\/sources-carousel-inline&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;Mallorca ist l\u00e4ngst ein kosmopolitischer Ort. Das Personal in Hotels und Gastronomie ist multilingual unterwegs. Ich spreche schon zwei romanische Sprachen: Franz\u00f6sisch und Italienisch. Das ist Fluch und Segen zugleich. Denn das Italienische kommt mir beim Spanischlernen immer wieder in die Quere. Manchmal f\u00fchle ich mich wie ein wandelndes Sprachen-Wirrwarr, wenn ich beim B\u00e4cker auf Mallorca \u201eGrazie\u201c statt \u201eGracias\u201c bestelle und die Verk\u00e4uferin nur mitleidig l\u00e4chelt.&lt;\/p&gt;\n&lt;p data-path-to-node=\&quot;7\&quot; id=\&quot;p-rc_398e93cbda067a5f-50\&quot;&gt;Bei Schwedisch kann ich nicht schummeln. Ich muss von Anfang an \u00fcben, besonders die Aussprache. \ud83d\ude48 Denn schwedische W\u00f6rter und S\u00e4tze richtig zu intonieren, ist eine Kunst. Es ist kompliziert, im gesprochenen Schwedisch einzelne W\u00f6rter zu identifizieren, da Schweden gerne Endungen verschlucken oder Pr\u00e4positionen vernuscheln. &lt;span class=\&quot;citation-769\&quot;&gt;&lt;\/span&gt;&lt;span class=\&quot;citation-768 citation-769 citation-end-769\&quot;&gt;Daran muss sich das deutsche Ohr erst mal gew\u00f6hnen.&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;2\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;&lt;span class=\&quot;citation-768 citation-end-768\&quot;&gt;&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;3\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;&lt;sources-carousel-inline ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1065568939=\&quot;\&quot;&gt;&lt;source-inline-chip _ngcontent-ng-c1065568939=\&quot;\&quot; _nghost-ng-c480122061=\&quot;\&quot; class=\&quot;ng-star-inserted\&quot;&gt;&lt;\/source-inline-chip&gt;&lt;\/sources-carousel-inline&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span class=\&quot;citation-766 citation-767 citation-end-767\&quot;&gt;Und so spreche ich schwedische S\u00e4tze so lange in mein Smartphone, bis die App sagt: \u201eDu klingst wie ein Profi\u201c. Erst, wenn die App zufrieden ist, bin ich es auch. Im Urlaub auf Mallorca kannst du dich&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;4\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;&lt;span class=\&quot;citation-766 citation-end-766\&quot;&gt;am Pool mit Engl\u00e4ndern und Deutschen bis zur Besinnungslosigkeit betrinken oder \u2013&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;5\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;so wie wir \u2013 in die Berge wandern und in abgelegenen Buchten baden.&lt;sources-carousel-inline ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1065568939=\&quot;\&quot;&gt;&lt;source-inline-chip _ngcontent-ng-c1065568939=\&quot;\&quot; _nghost-ng-c480122061=\&quot;\&quot; class=\&quot;ng-star-inserted\&quot;&gt;&lt;\/source-inline-chip&gt;&lt;\/sources-carousel-inline&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;Diese Insel hat so viele Facetten. 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Diese kleinen, bewussten Pausen mit meinen neuen Freunden gaben mir Kraft und motivierten mich, dranzubleiben.&lt;\/p&gt;\n&lt;h2 data-path-to-node=\&quot;5\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;color: #6bc1ad;\&quot;&gt;Meine App-Journey mit Schwedisch&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p data-path-to-node=\&quot;6\&quot;&gt;Meine Lernreise begann mit &lt;span style=\&quot;color: #e84846;\&quot;&gt;&lt;b data-path-to-node=\&quot;6\&quot; data-index-in-node=\&quot;27\&quot;&gt;Memrise&lt;\/b&gt;&lt;\/span&gt;: Die visuelle Unterst\u00fctzung und die kreativen Lernkarten halfen mir enorm, ein erstes Vokabular aufzubauen und die Begriffe fast spielerisch zu verankern. Danach wechselte ich zu &lt;b data-path-to-node=\&quot;6\&quot; data-index-in-node=\&quot;214\&quot;&gt;Babbel&lt;\/b&gt;. Diese App wurde zu meinem \u201eGrammatik-Anker\u201c, denn sie erkl\u00e4rte mir die Strukturen hinter den schwedischen S\u00e4tzen so logisch und praxisnah, dass ich endlich den Satzbau verstand. 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Wichtig ist an dieser Stelle, dass sowohl Memrise als auch Duolingo Schwedisch \u00fcber Englisch als Ausgangssprache vermitteln.&lt;\/p&gt;\n&lt;h2 class=\&quot;p1\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;color: #6bc1ad;\&quot;&gt;&lt;strong&gt;Das Fazit&lt;\/strong&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;&lt;span class=\&quot;s2\&quot;&gt;\ud83d\udc8e &lt;strong&gt;Sprachen verbinden:&lt;\/strong&gt; &lt;\/span&gt;Wir sprechen jetzt regelm\u00e4\u00dfiger &lt;span class=\&quot;s1\&quot;&gt;Englisch&lt;\/span&gt;, denn es reicht nicht, sich nur passiv Filme im Original auf Netflix anzuschauen. &lt;span class=\&quot;s2\&quot;&gt;\ud83c\uddfa\ud83c\uddf8&lt;br \/&gt;\ud83d\udc8e &lt;b data-path-to-node=\&quot;13,1,0\&quot; data-index-in-node=\&quot;3\&quot;&gt;Freundschaften entstehen:&lt;\/b&gt; Es war mein Wunsch, durch das Schwedischlernen neue Freunde zu gewinnen. 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Aber ich habe jetzt verstanden, warum du Schwedisch lernst.\u201c Und er hat recht: Manchmal f\u00fchren unerwartete Umwege zu den sch\u00f6nsten Begegnungen \u2013 auch wenn sich Lebenswege wieder trennen.&lt;\/p&gt;\n&lt;h2 class=\&quot;p1\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;color: #6bc1ad;\&quot;&gt;&lt;b&gt;Sprachen lernen beginnt &lt;\/b&gt;&lt;strong&gt;oft&lt;\/strong&gt;&lt;b&gt; mit einem kleinen Impuls&lt;\/b&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;Sprachenlernen muss nicht perfekt sein. 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Denn das Italienische kommt mir beim Spanischlernen immer wieder in die Quere. Manchmal f\u00fchle ich mich wie ein wandelndes Sprachen-Wirrwarr, wenn ich beim B\u00e4cker auf Mallorca \u201eGrazie\u201c statt \u201eGracias\u201c bestelle und die Verk\u00e4uferin nur mitleidig l\u00e4chelt.&lt;\/p&gt;\n&lt;p data-path-to-node=\&quot;7\&quot; id=\&quot;p-rc_398e93cbda067a5f-50\&quot;&gt;Bei Schwedisch kann ich nicht schummeln. Ich muss von Anfang an \u00fcben, besonders die Aussprache. \ud83d\ude48 Denn schwedische W\u00f6rter und S\u00e4tze richtig zu intonieren, ist eine Kunst. Es ist kompliziert, im gesprochenen Schwedisch einzelne W\u00f6rter zu identifizieren, da Schweden gerne Endungen verschlucken oder Pr\u00e4positionen vernuscheln. &lt;span class=\&quot;citation-769\&quot;&gt;&lt;\/span&gt;&lt;span class=\&quot;citation-768 citation-769 citation-end-769\&quot;&gt;Daran muss sich das deutsche Ohr erst mal gew\u00f6hnen.&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;2\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;&lt;span class=\&quot;citation-768 citation-end-768\&quot;&gt;&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;3\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;&lt;sources-carousel-inline ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1065568939=\&quot;\&quot;&gt;&lt;source-inline-chip _ngcontent-ng-c1065568939=\&quot;\&quot; _nghost-ng-c480122061=\&quot;\&quot; class=\&quot;ng-star-inserted\&quot;&gt;&lt;\/source-inline-chip&gt;&lt;\/sources-carousel-inline&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span class=\&quot;citation-766 citation-767 citation-end-767\&quot;&gt;Und so spreche ich schwedische S\u00e4tze so lange in mein Smartphone, bis die App sagt: \u201eDu klingst wie ein Profi\u201c. 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Im Urlaub auf Mallorca kannst du dich&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;4\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;&lt;span class=\&quot;citation-766 citation-end-766\&quot;&gt;am Pool mit Engl\u00e4ndern und Deutschen bis zur Besinnungslosigkeit betrinken oder \u2013&lt;source-footnote ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1909895594=\&quot;\&quot;&gt;&lt;sup _ngcontent-ng-c1909895594=\&quot;\&quot; class=\&quot;superscript\&quot; data-turn-source-index=\&quot;5\&quot;&gt;&lt;\/sup&gt;&lt;\/source-footnote&gt;&lt;\/span&gt;so wie wir \u2013 in die Berge wandern und in abgelegenen Buchten baden.&lt;sources-carousel-inline ng-version=\&quot;0.0.0-PLACEHOLDER\&quot; _nghost-ng-c1065568939=\&quot;\&quot;&gt;&lt;source-inline-chip _ngcontent-ng-c1065568939=\&quot;\&quot; _nghost-ng-c480122061=\&quot;\&quot; class=\&quot;ng-star-inserted\&quot;&gt;&lt;\/source-inline-chip&gt;&lt;\/sources-carousel-inline&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;Diese Insel hat so viele Facetten. Abseits der \u00fcberf\u00fcllten Str\u00e4nde entfaltet sich eine raue, urspr\u00fcngliche Sch\u00f6nheit, die perfekt zu meiner neu entdeckten Sprach-Leidenschaft passte. Genau dort, inmitten der herrlichsten Natur, trafen wir auf Filippa und Anders, ein P\u00e4rchen aus SCHWEDEN. \ud83c\uddf8\ud83c\uddea&lt;\/p&gt;\n&lt;p data-path-to-node=\&quot;10\&quot;&gt;Sie waren skandinavisch-weltoffen, kommunikativ und sprachen einfach exzellent Englisch. Selbst komplizierte Sachverhalte verstanden beide in die richtigen Worte zu kleiden. Auch nach unserem Urlaub standen wir in engem Kontakt und verabredeten uns per Videocall zur FIKA, der traditionellen schwedischen Kaffeepause. Fika war f\u00fcr mich mehr als nur Kaffeetrinken; es war ein heiliges Ritual der Entschleunigung. Diese kleinen, bewussten Pausen mit meinen neuen Freunden gaben mir Kraft und motivierten mich, dranzubleiben.&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;span style=\&quot;color: #6bc1ad;\&quot;&gt;Meine App-Journey mit Schwedisch&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p data-path-to-node=\&quot;6\&quot;&gt;Meine Lernreise begann mit &lt;span style=\&quot;color: #e84846;\&quot;&gt;&lt;b data-path-to-node=\&quot;6\&quot; data-index-in-node=\&quot;27\&quot;&gt;Memrise&lt;\/b&gt;&lt;\/span&gt;: Die visuelle Unterst\u00fctzung und die kreativen Lernkarten halfen mir enorm, ein erstes Vokabular aufzubauen und die Begriffe fast spielerisch zu verankern. Danach wechselte ich zu &lt;b data-path-to-node=\&quot;6\&quot; data-index-in-node=\&quot;214\&quot;&gt;Babbel&lt;\/b&gt;. Diese App wurde zu meinem \u201eGrammatik-Anker\u201c, denn sie erkl\u00e4rte mir die Strukturen hinter den schwedischen S\u00e4tzen so logisch und praxisnah, dass ich endlich den Satzbau verstand. Zum Schluss kam &lt;span style=\&quot;color: #e84846;\&quot;&gt;&lt;b data-path-to-node=\&quot;6\&quot; data-index-in-node=\&quot;416\&quot;&gt;Duolingo&lt;\/b&gt;&lt;\/span&gt; ins Spiel. Das spielerische Design und der sanfte Druck durch die t\u00e4glichen \u201eStreaks\u201c hielten mich konsequent bei der Stange, selbst wenn meine Motivation mal einen kleinen Durchh\u00e4nger hatte. Wichtig ist an dieser Stelle, dass sowohl Memrise als auch Duolingo Schwedisch \u00fcber Englisch als Ausgangssprache vermitteln.&lt;\/p&gt;\n&lt;h2 class=\&quot;p1\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;color: #6bc1ad;\&quot;&gt;&lt;strong&gt;Das Fazit&lt;\/strong&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;&lt;span class=\&quot;s2\&quot;&gt;\ud83d\udc8e &lt;strong&gt;Sprachen verbinden:&lt;\/strong&gt; &lt;\/span&gt;Wir sprechen jetzt regelm\u00e4\u00dfiger &lt;span class=\&quot;s1\&quot;&gt;Englisch&lt;\/span&gt;, denn es reicht nicht, sich nur passiv Filme im Original auf Netflix anzuschauen. &lt;span class=\&quot;s2\&quot;&gt;\ud83c\uddfa\ud83c\uddf8&lt;br \/&gt;\ud83d\udc8e &lt;b data-path-to-node=\&quot;13,1,0\&quot; data-index-in-node=\&quot;3\&quot;&gt;Freundschaften entstehen:&lt;\/b&gt; Es war mein Wunsch, durch das Schwedischlernen neue Freunde zu gewinnen. Auch wenn meine schwedische Freundin mir nach dem Urlaub anfangs noch textete, ist der Kontakt sehr bald danach komplett abgebrochen. &lt;\/span&gt;&lt;span class=\&quot;s2\&quot;&gt;(Update 2026)&lt;br \/&gt;\ud83d\udc8e &lt;\/span&gt;&lt;strong&gt;Unser Plan:&lt;\/strong&gt; Wir wollten eigentlich auch zusammen &lt;span class=\&quot;s1\&quot;&gt;Spanisch &lt;\/span&gt;lernen. Der Plan ist nun auch obsolet. &lt;span class=\&quot;s2\&quot;&gt;\ud83c\uddea\ud83c\uddf8 (Update 2026)&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;Nach unserem Urlaub sagte mein Freund, der mittlerweile auch mein Ex -Freund ist, zu mir: \u201eManchmal ergibt es f\u00fcr mich nicht immer gleich Sinn, was du machst. Aber ich habe jetzt verstanden, warum du Schwedisch lernst.\u201c Und er hat recht: Manchmal f\u00fchren unerwartete Umwege zu den sch\u00f6nsten Begegnungen \u2013 auch wenn sich Lebenswege wieder trennen.&lt;\/p&gt;\n&lt;h2 class=\&quot;p1\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;color: #6bc1ad;\&quot;&gt;&lt;b&gt;Sprachen lernen beginnt &lt;\/b&gt;&lt;strong&gt;oft&lt;\/strong&gt;&lt;b&gt; mit einem kleinen Impuls&lt;\/b&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;Sprachenlernen muss nicht perfekt sein. Manchmal reicht es schon, wieder ein Gef\u00fchl f\u00fcr eine Sprache zu bekommen, ein paar W\u00f6rter aufzufrischen oder sich im Alltag ein kleines Lernritual zu schaffen.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;Wenn du gerade Lust hast, eine Sprache neu zu lernen oder wieder einzusteigen: &lt;span style=\&quot;color: #28282b;\&quot;&gt;&lt;strong&gt;Babbel bietet aktuell 34 % Rabatt auf Lifetime vom 21.05. bis 31.05.2026.&lt;\/strong&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;Vielleicht ist das genau der kleine Schubs, um wieder anzufangen.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=\&quot;p1\&quot;&gt;&lt;strong&gt;Affiliate-Hinweis:&lt;\/strong&gt; Dieser Link ist ein Affiliate-Link. Wenn du dar\u00fcber buchst, erhalte ich ggf. eine kleine Provision. F\u00fcr dich bleibt der Preis gleich.&lt;\/p&gt;&quot;}},&quot;slug&quot;:&quot;et_pb_text&quot;}" data-et-multi-view-load-tablet-hidden="true" data-et-multi-view-load-phone-hidden="true"><h1>Schatz, warum lernst du Schwedisch?</h1>
<h2><span style="color: #6bc1ad;">Wir fahren doch nach Mallorca!</span></h2>
<p data-path-to-node="3" id="p-rc_398e93cbda067a5f-49">Mein Ex<span class="citation-770 citation-end-770">-Freund schaute mich fassungslos an, als aus meiner Sprach-Lern-App kurz vor unserem Urlaub schwedische Laute tönten. „Muss man denn unbedingt vor dem Mallorca-Urlaub Spanisch lernen?“, schoss es mir durch den Kopf. Eigentlich nicht. Es sei denn, man möchte Kellner oder<source-footnote ng-version="0.0.0-PLACEHOLDER" _nghost-ng-c1909895594=""><sup _ngcontent-ng-c1909895594="" class="superscript" data-turn-source-index="1"></sup></source-footnote></span>das Personal an der Hotelrezeption mit ein paar Brocken Spanisch beeindrucken.<sources-carousel-inline ng-version="0.0.0-PLACEHOLDER" _nghost-ng-c1065568939=""><source-inline-chip _ngcontent-ng-c1065568939="" _nghost-ng-c480122061="" class="ng-star-inserted"></source-inline-chip></sources-carousel-inline></p>
<p>Mallorca ist längst ein kosmopolitischer Ort. Das Personal in Hotels und Gastronomie ist multilingual unterwegs. Ich spreche schon zwei romanische Sprachen: Französisch und Italienisch. Das ist Fluch und Segen zugleich. Denn das Italienische kommt mir beim Spanischlernen immer wieder in die Quere. Manchmal fühle ich mich wie ein wandelndes Sprachen-Wirrwarr, wenn ich beim Bäcker auf Mallorca „Grazie“ statt „Gracias“ bestelle und die Verkäuferin nur mitleidig lächelt.</p>
<p data-path-to-node="7" id="p-rc_398e93cbda067a5f-50">Bei Schwedisch kann ich nicht schummeln. Ich muss von Anfang an üben, besonders die Aussprache. 🙈 Denn schwedische Wörter und Sätze richtig zu intonieren, ist eine Kunst. Es ist kompliziert, im gesprochenen Schwedisch einzelne Wörter zu identifizieren, da Schweden gerne Endungen verschlucken oder Präpositionen vernuscheln. <span class="citation-769"></span><span class="citation-768 citation-769 citation-end-769">Daran muss sich das deutsche Ohr erst mal gewöhnen.<source-footnote ng-version="0.0.0-PLACEHOLDER" _nghost-ng-c1909895594=""><sup _ngcontent-ng-c1909895594="" class="superscript" data-turn-source-index="2"></sup></source-footnote></span><span class="citation-768 citation-end-768"><source-footnote ng-version="0.0.0-PLACEHOLDER" _nghost-ng-c1909895594=""><sup _ngcontent-ng-c1909895594="" class="superscript" data-turn-source-index="3"></sup></source-footnote></span><sources-carousel-inline ng-version="0.0.0-PLACEHOLDER" _nghost-ng-c1065568939=""><source-inline-chip _ngcontent-ng-c1065568939="" _nghost-ng-c480122061="" class="ng-star-inserted"></source-inline-chip></sources-carousel-inline></p>
<p><span class="citation-766 citation-767 citation-end-767">Und so spreche ich schwedische Sätze so lange in mein Smartphone, bis die App sagt: „Du klingst wie ein Profi“. Erst, wenn die App zufrieden ist, bin ich es auch. Im Urlaub auf Mallorca kannst du dich<source-footnote ng-version="0.0.0-PLACEHOLDER" _nghost-ng-c1909895594=""><sup _ngcontent-ng-c1909895594="" class="superscript" data-turn-source-index="4"></sup></source-footnote></span><span class="citation-766 citation-end-766">am Pool mit Engländern und Deutschen bis zur Besinnungslosigkeit betrinken oder –<source-footnote ng-version="0.0.0-PLACEHOLDER" _nghost-ng-c1909895594=""><sup _ngcontent-ng-c1909895594="" class="superscript" data-turn-source-index="5"></sup></source-footnote></span>so wie wir – in die Berge wandern und in abgelegenen Buchten baden.<sources-carousel-inline ng-version="0.0.0-PLACEHOLDER" _nghost-ng-c1065568939=""><source-inline-chip _ngcontent-ng-c1065568939="" _nghost-ng-c480122061="" class="ng-star-inserted"></source-inline-chip></sources-carousel-inline></p>
<p>Diese Insel hat so viele Facetten. Abseits der überfüllten Strände entfaltet sich eine raue, ursprüngliche Schönheit, die perfekt zu meiner neu entdeckten Sprach-Leidenschaft passte. Genau dort, inmitten der herrlichsten Natur, trafen wir auf Filippa und Anders, ein Pärchen aus SCHWEDEN. 🇸🇪</p>
<p data-path-to-node="10">Sie waren skandinavisch-weltoffen, kommunikativ und sprachen einfach exzellent Englisch. Selbst komplizierte Sachverhalte verstanden beide in die richtigen Worte zu kleiden. Auch nach unserem Urlaub standen wir in engem Kontakt und verabredeten uns per Videocall zur FIKA, der traditionellen schwedischen Kaffeepause. Fika war für mich mehr als nur Kaffeetrinken; es war ein heiliges Ritual der Entschleunigung. Diese kleinen, bewussten Pausen mit meinen neuen Freunden gaben mir Kraft und motivierten mich, dranzubleiben.</p>
<h2 data-path-to-node="5"><span style="color: #6bc1ad;">Meine App-Journey mit Schwedisch</span></h2>
<p data-path-to-node="6">Meine Lernreise begann mit <a href="https://www.memrise.com/en/learn-swedish" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #e84846;"><b data-path-to-node="6" data-index-in-node="27">Memrise</b></span></a>: Die visuelle Unterstützung und die kreativen Lernkarten halfen mir enorm, ein erstes Vokabular aufzubauen und die Begriffe fast spielerisch zu verankern. Danach wechselte ich zu <a href="https://de.babbel.com/" target="_blank" rel="noopener"><b data-path-to-node="6" data-index-in-node="214">Babbel</b></a>. Diese App wurde zu meinem „Grammatik-Anker“, denn sie erklärte mir die Strukturen hinter den schwedischen Sätzen so logisch und praxisnah, dass ich endlich den Satzbau verstand. Zum Schluss kam <a href="https://en.duolingo.com/register" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #e84846;"><b data-path-to-node="6" data-index-in-node="416">Duolingo</b></span></a> ins Spiel. Das spielerische Design und der sanfte Druck durch die täglichen „Streaks“ hielten mich konsequent bei der Stange, selbst wenn meine Motivation mal einen kleinen Durchhänger hatte. Wichtig ist an dieser Stelle, dass sowohl Memrise als auch Duolingo Schwedisch über Englisch als Ausgangssprache vermitteln.</p>
<h2 class="p1"><span style="color: #6bc1ad;"><strong>Das Fazit</strong></span></h2>
<p class="p1"><span class="s2">💎 <strong>Sprachen verbinden:</strong> </span>Wir sprechen jetzt regelmäßiger <span class="s1">Englisch</span>, denn es reicht nicht, sich nur passiv Filme im Original auf Netflix anzuschauen. <span class="s2">🇺🇸<br />💎 <b data-path-to-node="13,1,0" data-index-in-node="3">Freundschaften entstehen:</b> Es war mein Wunsch, durch das Schwedischlernen neue Freunde zu gewinnen. Auch wenn meine schwedische Freundin mir nach dem Urlaub anfangs noch textete, ist der Kontakt sehr bald danach komplett abgebrochen. </span><span class="s2">(Update 2026)<br />💎 </span><strong>Unser Plan:</strong> Wir wollten eigentlich auch zusammen <span class="s1">Spanisch </span>lernen. Der Plan ist nun auch obsolet. <span class="s2">🇪🇸 (Update 2026)</span></p>
<p class="p1">Nach unserem Urlaub sagte mein Freund, der mittlerweile auch mein Ex -Freund ist, zu mir: „Manchmal ergibt es für mich nicht immer gleich Sinn, was du machst. Aber ich habe jetzt verstanden, warum du Schwedisch lernst.“ Und er hat recht: Manchmal führen unerwartete Umwege zu den schönsten Begegnungen – auch wenn sich Lebenswege wieder trennen.</p>
<h2 class="p1"><span style="color: #6bc1ad;"><b>Sprachen lernen beginnt </b><strong>oft</strong><b> mit einem kleinen Impuls</b></span></h2>
<p class="p1">Sprachenlernen muss nicht perfekt sein. Manchmal reicht es schon, wieder ein Gefühl für eine Sprache zu bekommen, ein paar Wörter aufzufrischen oder sich im Alltag ein kleines Lernritual zu schaffen.</p>
<p class="p1">Wenn du gerade Lust hast, eine Sprache neu zu lernen oder wieder einzusteigen: <span style="color: #28282b;"><strong>Babbel bietet aktuell 34 % Rabatt auf Lifetime vom 21.05. bis 31.05.2026.</strong></span></p>
<p class="p1">Vielleicht ist das genau der kleine Schubs, um wieder anzufangen.</p>
<p class="p1"><strong>Affiliate-Hinweis:</strong> Dieser Link ist ein Affiliate-Link. Wenn du darüber buchst, erhalte ich ggf. eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich.</p>
<p class="p1"></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span>MOIN ❤️ Hier schreibt Yvonne. Ich verbinde Publishing, Sprachen und digitale Barrierefreiheit. In meinem Journal schreibe ich über gute Kommunikation, kluge Strukturen und die kleinen Beobachtungen dazwischen.</span></p></div>
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		<title>Die InDesign-Pipette: Das unterschätzte Tool</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Frank]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 22:28:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InDesign]]></category>
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		<category><![CDATA[Pipette-Werkzeug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a><br />
<img src="https://multilingual-publishing.de/wp-content/uploads/2023/06/Was-zur-Hoelle-macht-eigentlich-die-InDesign-Pipette_Vorschau.jpg" style="display: block; margin: 1em auto"><br />
<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/indesign-pipette/">Die InDesign-Pipette: Das unterschätzte Tool</a></p>
<p>Du kennst sicherlich die Pipette als klassischen Color-Picker aus Adobe Photoshop. Doch wusstest du, dass die Pipette in InDesign noch viel mehr kann? Lass dich von diesem vielseitigen Werkzeug überraschen und lerne 3 praktische Anwendungen kennen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a><br />
<img src="https://multilingual-publishing.de/wp-content/uploads/2023/06/Was-zur-Hoelle-macht-eigentlich-die-InDesign-Pipette_Vorschau.jpg" style="display: block; margin: 1em auto"><br />
<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/indesign-pipette/">Die InDesign-Pipette: Das unterschätzte Tool</a></p>

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				<div class="et_pb_text_inner"><p>InDesign verfügt mittlerweile über viele Werkzeuge, die oft mehr können, als man denkt. Kaum jemand nutzt sie alle und nur wenige kennen alle ihre Funktionen. Zum Beispiel ist dir bestimmt schon einmal aufgefallen, dass es in InDesign eine Pipette gibt. Aber weißt du auch, was man mit dieser Pipette alles so machen kann?</p>
<p>Aus anderen Programmen wie Photoshop, Microsoft PowerPoint oder der Google Chrome-Erweiterung Color Zilla kennst du sicher die Pipette als klassischen Color-Picker. Der Color-Picker ermöglicht es dir, Farbwerte oder Hexcodes aus Bildern zu extrahieren, Farbpaletten zu erstellen und diese auf dein Design anzuwenden.</p>
<p>Die Pipette in InDesign kann aber noch viel mehr als nur Farbwerte extrahieren: Du kannst damit eine Vielzahl von Attributen von Objekten und Texten erfassen und übertragen. In diesem Artikel zeige ich dir, wie mächtig dieses Werkzeug ist und wie du damit deine Produktivität im InDesign-Workflow steigern kannst. Los geht&#8217;s!</p>
<h2><span style="color: #6bc1ad;">Wo finde ich die Pipette in <strong>InDesign</strong>?</span></h2>
<p>Das Pipette-Werkzeug befindet sich in der <span>Werkzeugleiste</span> zwischen Notiz und Hand-Werkzeug. Erreichen kannst du es mit dem Tastaturkürzel I.</p>
<p><span style="color: #e84846;"><strong>Hier noch ein kleiner Tipp:</strong></span> Wenn du nicht genau weißt, was ein x-beliebiges Werkzeug genau macht, brauchst du nicht gleich auf die Hilfeseite zu gehen. Du kannst die in InDesign eingebaute Palette mit den Werkzeughinweise aufrufen. Diese findest du unter <strong>Fenster &gt; Hilfsprogramme &gt; Werkzeughinweise</strong>.</p>
<p>In den Werkzeughinweisen zum Pipette-Werkzeug steht beispielsweise, dass es Attribute zur Verwendung für andere Seitenelemente oder Text aufnimmt. Du verstehst nur Bahnhof? Dann lies weiter.</p>
<h2><span style="color: #6bc1ad;">Drei Anwendungen <strong>für</strong> die Pipette</span></h2>
<p><span style="color: #6bc1ad;"></span></p>
<h3></h3>
<h3>1. Die Pipette für <strong>Bilder</strong></h3>
<p><span>Angenommen, der Titel in deinem Artikel soll die Farbe Schwarz haben und du möchtest eine passende Farbe aus einem Bild für den Titel verwenden. Dann kannst du dies direkt in InDesign mit dem Pipette-Werkzeug tun, ohne den Umweg über Adobe Photoshop zu nehmen. </span></p>
<p><span>Gehe folgendermaßen vor: Markiere zuerst mit dem Textwerkzeug den Titel (das Ziel). Wähle dann das Pipette-Werkzeug aus und klicke damit auf eine passende Farbstelle in einem platzierten Bild. Der Titel nimmt die Farbe an, auf die du mit der Pipette im Bild geklickt hast. Wenn du die Alt-Taste gedrückt hälst, während du das Pipette-Werkzeug verwendest, kannst du auch andere Farben im Bild aufnehmen.</span></p>
<p><span>Die Pipette nimmt nicht nur die Farbe auf, sondern auch den Farbmodus des Bildes. Wenn du ein RGB-Bild platziert hast, wird die aufgenommene Farbe ebenfalls im RGB-Farbmodus übertragen. Du hast jedoch die Möglichkeit in der Farbeinstellung die Farben nach CMYK zu konvertieren. Mit dem Befehl Umschalt + I gelangst du zum Farbeinstellung-Werkzeug, das genau über der Pipette liegt. Mit einem Doppelklick auf das Werkzeug in der Werkzeugleiste öffnet sich das Fenster <strong>Farbfeldoptionen</strong>. Hier kannst du den <strong>Farbmodus &gt; CMYK</strong> auswählen und ggf. die <strong>Farbwerte</strong> der CMYK-Farben auf gerade Werte korrigieren.</span></p>
<p><span>Das Farbeinstellung-Werkzeug erstellt fünf verschiedene Farbdesigns (bunt, hell, gedämpft, tief, dunkel) aus deinem Bild, sobald du eine Farbe mit der Pipette aufnimmst. So erstellst du in in null Komma nichts eine Farbpalette und kannst dir diese  in den Farbfeldern speichern oder der CC Library hinzufügen. Eine andere Methode ist wie folgt: Klicke mit der rechten Maustaste auf das Bild und wähle <strong>Aus Bild extrahieren</strong> aus dem Kontextmenü.</span></p>
<p><span></span></p>
<h3>2. Die Pipette für Text</h3>
<p><span>Du kannst die Pipette in Indesign auch verwenden, um zuvor kopierte Zeichen- und Absatzattribute auf unformatierten Text zu übertragen. Angenommen, du hast eine bereits formatierte Tabelle in deinem Layout und möchtest nun eine weitere Tabelle mit unformatiertem Text im gleichen Stil formatieren. Zuerst wählst du den unformatierten Text mit dem Textwerkzeug aus. Anschließend klickst du mit der Pipette in den formatierten Text und lädst sie mit den korrekten Schriftattributen und Absatzformaten, falls vorhanden. Sobald die Pipette Schriftattribute aufgenommen hat, zeigt sie nach links. Ein kleines „T” zeigt an, dass weitere Textstellen formatiert werden können. Diese formatierst du on the fly, indem du nun mit der geladenen Pipette über diese Textstellen fährst. </span></p>
<p>Ich benutze die Pipette für die Textformatierung immer dann, wenn ich Kundendokumente (Fremddokumente) übernehme, die keine Zeichen- oder Absatzformate enthalten und manuell formatiert wurden. Manchmal gehen jedoch während des Übersetzungsprozesses Zeichenattribute wie die korrekte Schriftart, der Schriftgrad, das Kerning, die Textfarbe u. a. …) in den Dokumenten verloren. Um diese Dinge schnell zu reparieren, verwende ich gerne die leistungsstarke Pipette. Denn leider sind manuell formatierte Dokumente – also solche, die ohne Absatz- und Zeichenformate erstellt wurden – keine Seltenheit. Und der Kunde bekommt das in der Qualität zurück, was er angeliefert hat. Es sei denn, er bezahlt für die Erstellung eines strukturierten Dokuments inklusive schlauer und aufeinander abgestimmter Absatz-, Zeichen- und Objektformate.</p>
<p><span></span></p>
<h3>3. Die Pipette für Objekte</h3>
<p>Eine weitere Anwendung der Pipette betrifft ihre Verwendung für Objekte. Objekte können Bilder, Grafiken, Diagramme oder ähnliches sein. Angenommen, du hast eine Grafik in einem Grafikrahmen mit Kontur und Effekt (z. B. Schlagschatten) platziert, so kannst du diese beiden Attribute auch auf andere Objekte übertragen. Das Prinzip ist dasselbe wie zuvor. Du wählst zuerst das Zielobjekt aus und klickst dann mit der Pipette auf die Quelle. Die Pipette überträgt alle Attribute des Objekts auf das Ziel. Mit der Version 2018 von Indesign wurde eine neue Funktion hinzugefügt: Es ist nun möglich, die Größe und Position eines Objekts auf ein anderes Objekt zu übertragen. Standardmäßig sind diese Optionen zur Transformation deaktiviert.<span> Um sie zu aktivieren, doppelklickst du auf die Pipette und aktivierst Objektgröße und Position. Soll z. B. ein Bild auf jeder Seite eines Dokumentes in gleicher Größe und an gleicher Position erscheinen, so nimmt die Pipette nun auch die Größe und Position des Objektes auf und überträgt diese auf die nachfolgenden Objekte.</span></p>
<h2><span style="color: #6bc1ad;">Fazit: Wozu nutze ich die Pipette?</span></h2>
<p>Die Pipette ist ein vielseitiges Werkzeug. Mit ihr lassen sich Farb- und Schriftattribute erfassen und auf andere Elemente übertragen. Die Pipette ist wirklich eines meiner Lieblingswerkzeuge in Indesign und ich benutze sie regelmäßig in allen drei Anwendungsbereichen: um Farben aus Bildern zu extrahieren und Farbpaletten zu erstellen, um Text im Designprozess Quick &amp; Dirty zu formatieren oder um Objektformate zu übertragen.</p>
<p>Um Zugriff auf alle Einstellungen zu erhalten, genügt ein Doppelklick auf das Pipette-Werkzeug. Es wird empfohlen, alle Optionen aktiviert zu lassen. Dadurch werden alle Attribute berücksichtigt. Vorsicht ist nur bei Attributen geboten, die die Größe oder Position von Objekten übertragen. Es ist ratsam, diese vor der Verwendung zu aktivieren.</p>
<p>Es spricht nichts dagegen, die Pipette zu verwenden, um im Designprozess Zeit zu sparen. Dies wurde mir sogar von einem erfahrenen Trainer für Adobe-Programme bestätigt. Allerdings ersetzt die Pipette nicht den strukturierten Aufbau eines Dokuments. Dieser wird gerade im Hinblick auf barrierefreie Dokumente immer wichtiger.</p>
<p>Jetzt bin ich neugierig: Benutzt du auch ab und zu die InDesign-Pipette? Welches Werkzeug ist dein Lieblingswerkzeug in InDesign?</p>
<p>Wenn du lernen möchtest, wie du Handbücher, Broschüren oder andere Dokumente in Adobe InDesign hinsichtlich einer barrierefreien Ausgabe strukturiert aufbaust, dann melde dich bei mir. Ich berate und unterstütze dich bei der Umsetzung.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span>MOIN ❤️ Hier schreibt Yvonne. Ich verbinde Publishing, Sprachen und digitale Barrierefreiheit. In meinem Journal schreibe ich über gute Kommunikation, kluge Strukturen und die kleinen Beobachtungen dazwischen.</span></p></div>
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		<title>57 + Fun Facts über mich</title>
		<link>https://multilingual-publishing.de/57-dinge-die-nur-wenige-ueber-mich-wissen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Yvonne Frank]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 14:42:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
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		<category><![CDATA[Lustiges]]></category>
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		<category><![CDATA[Über mich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a><br />
<img src="https://multilingual-publishing.de/wp-content/uploads/2023/02/Yvonne-Frank_multilingual-publishing_Journalpost_57-FUN-FACTS_START-Vorschau-e1677519484431.jpg" style="display: block; margin: 1em auto"><br />
<a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de/57-dinge-die-nur-wenige-ueber-mich-wissen/">57 + Fun Facts über mich</a></p>
<p>Hurra, ein dritter Blogartikel! In diesem Beitrag verrate ich dir 57 + Dinge über mich und mein Leben. Sei gespannt und vielleicht entdeckst du ja zwischen uns ein paar Gemeinsamkeiten.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://multilingual-publishing.de">multilingual-publishing</a><br />
<img src="https://multilingual-publishing.de/wp-content/uploads/2023/02/Yvonne-Frank_multilingual-publishing_Journalpost_57-FUN-FACTS_START-Vorschau-e1677519484431.jpg" style="display: block; margin: 1em auto"><br />
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span>Ich habe am Rapid Blog Flow 2022 von Judith Peters von <strong><a href="https://www.sympatexter.com" title="Judith Peters – Blog like nobody&#039;s reading!" target="_blank" rel="noopener">Sympatexter</a> </strong>teilgenommen und habe in der <strong><a href="https://annakoschinski.de/blognacht/" target="_blank" rel="noopener" title="#Blognacht - produktiv bloggen in guter Gesellschaft">Blognacht</a></strong> von Anna Koschinski  57 Fun Facts über mich und mein Leben zusammengeschrieben. Das hat einen Heidenspaß gemacht und die Liste wird sicherlich noch weiter wachsen. Hast du auch schon mal so eine Liste mit skurrilen Fakten über dich erstellt? Schreib&#8217;s mir gerne in die Kommentare. </span></p>
<ol>
<li>Ich heiße Yvonne. Nicht Nicole. Es ist immer wieder faszinierend, wie oft mich Menschen mit Nicole anreden. Das ist sogar schon einmal einer Kundin passiert.</li>
<li>
<div>Ich bin ein Ostseekind. Als Kind bin ich stundenlang allein am Strand herumgestromert und dann mit ganz vielen Donnerkeilen nach Hause zurückgekommen. Niemand hat sich gewundert, dass ich so lange weg war.</div>
</li>
<li>
<div>Ich habe zusammen mit dem Dalai Lama Geburtstag.</div>
</li>
<li>
<div>Als ABBA sich 1981 getrennt haben, habe ich geheult wie ein Schlosshund.</div>
</li>
<li>
<div>35 Jahre später, als David Bowie gestorben ist, auch.</div>
</li>
<li>
<div>Ich gehöre zum letzten Abiturjahrgang der DDR. Im Sommer 1990 habe ich meine Abitur gemacht. Es war nicht leicht, in der DDR ein Abitur zu machen. Der Zugang war beschränkt. Ich hatte gute Noten und wurde wohl als politisch unbedenklich eingestuft.</div>
</li>
<li>
<div>Ich habe bis zu meinem 19. Lebensjahr in Rostock-Warnemünde gelebt.</div>
</li>
<li>
<div>Ich bin zweisprachig aufgewachsen. Meine Mutter ist Norddeutsche, mein Stiefvater Sachse. Ich kann problemlos zwischen Norddeutsch und Sächsisch switchen. Das nennt man <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Code-Switching" target="_blank" rel="noopener" title="Code Switching Sprachwissenschaft"><strong>Code</strong> <strong>Switching</strong></a> in der Linguistik.</div>
</li>
<li>
<div>Meine Eltern haben sich noch 1986 in der DDR selbstständig gemacht. Sie sind quer in die Gastronomie eingestiegen. Der Apfel fällt also nicht weit vom Stamm, wenn ich mir meinen Werdegang angucke.</div>
</li>
<li>
<div>Als die Mauer fiel, fuhren ein paar Freunde und ich nicht in den Westen, sondern setzten mit der weißen Dänenfähre nach Gedser über. Da hat man nicht auf uns gewartet und war irgendwie tote Hose.</div>
</li>
<li>
<div>Ich war noch nie verheiratet. Aber meine Eltern haben sich das auch erst 2016 getraut. So what?!</div>
</li>
<li>
<div>In meinem Leben habe ich schon zwei Mal auf einer Insel gelebt. Die eine liegt in der Ostsee, die andere im Mittelmeer. Welche war wohl schöner?</div>
</li>
<li>
<div>An Orten, die am Meer liegen, fühle ich mich am wohlsten.</div>
</li>
<li>
<div>Berlin war 20 Jahre lang meine Heimat. Heute wohne ich im echten Norden.</div>
</li>
<li>
<div>In Berlin kenne ich mich definitiv besser aus als in Hamburg.</div>
</li>
<li>
<div>Morgens trinke ich immer zuerst ein großes Glas heißes Wasser. Das ist wie eine innere, warme Dusche.</div>
</li>
<li>
<div>Ein Leben ohne Kaffee ist kein Leben. Jedenfalls nicht für mich.</div>
</li>
<li>
<div> Im Sommer trinke ich gerne Espresso Tonic auf Eiswürfeln mit einer Scheibe Limette. Das belebt und vertreibt auch leichte Kopfschmerzen.</div>
</li>
<li>
<div>Sprachen sind schon immer meine Leidenschaft. Ich habe in der Schule Russisch, Englisch und Französisch gelernt. An der Uni habe ich noch Italienisch gelernt. Im Selbststudium ein bisschen Spanisch und <strong><a href="https://multilingual-publishing.de/schatz-warum-lernst-du-schwedisch/" target="_blank" rel="noopener" title="Schwedisch auf Mallorca">Schwedisch</a>.</strong></div>
</li>
<li>
<div>Schwedisch sprechen kann ich immer noch nicht.</div>
</li>
<li>
<div>Zwei Semester meines Studiums habe ich auf Sardinien verbracht. 28 Jahre alt war ich damals. So wie Johann W. Goethe, als er zu seiner italienische Reise aufbrach.</div>
</li>
<li>
<div>Wäre die DDR nicht untergegangen, dann wäre ich wohl Lehrerin für Russisch und Englisch geworden. Oder ich hätte einen Schweden geheiratet und wäre ins schöne Königreich Schweden ausgereist. Dann könnte ich heute wenigstens flüssig Schwedisch sprechen.</div>
</li>
<li>
<div>Ich war mal eine Prenzlauer Berg Mutti. Mein Sohn ist trotzdem gegen Masern geimpft.</div>
</li>
<li>
<div>Um <strong><a href="https://www.wladimirkaminer.de/biographie" target="_blank" rel="noopener" title="Wladimir Kaminer Biografie">Wladimir Kaminer</a></strong> habe ich damals, als ich noch im Prenzlauer Berg wohnte, immer einen großen Bogen gemacht. Er hat über alle seine Nachbarn und Personen aus seinem näheren Umfeld geschrieben. Einige davon habe ich in seinen Büchern wiedererkannt. Wer weiß, was er alles über mich geschrieben hätte.</div>
</li>
<li>
<div>Ich stamme aus dem heidnischen Osten. Aber 2005 bin ich von Windows zu Apple konvertiert.</div>
</li>
<li>
<div>Ich liebe kräftige Farben. Eine meiner Lieblingsfarben ist Rot.</div>
</li>
<li>
<div>Ich höre schon seit 2005 Podcasts. Damals kannte das noch keiner in Deutschland. Heute hat gefühlt jeder selbst einen eigenen.</div>
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<li>
<div>Kochen entspannt mich. Am liebsten koche ich Rezepte aus der Levante-Küche. Das ist die Küche des östlichen Mittelmeerraums. Hummus, Zaatar und Tabouleh begleiten mich schon seit den Neunzigerjahren.</div>
</li>
<li>
<div>Ich war noch nie in Marokko, aber ich koche eine hervorragende <strong><a href="https://www.essen-und-trinken.de/tajine" target="_blank" rel="noopener" title="Was ist eine Tajine?">Tajine</a>.</strong> Ist das jetzt kulturelle Aneignung?</div>
</li>
<li>
<div>Ich bin eine Spätzünderin. Ich fange an zu bloggen, wenn andere darüber nachdenken, ihren Blog zu schließen.</div>
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<li>
<div>Ich bin ein Weiterbildungsjunkie. Ich habe schon viele Onlinekurse absolviert, aber ein paar davon verschimmeln auch auf meiner Festplatte.</div>
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<li>
<div>Ich bin keine <a href="https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/plan-w-powerfrau-arbeitswelt-feminismus-1.5406496" target="_blank" rel="noopener" title="Sueddeutsche: Warum der Begriff &quot;Powerfrau&quot; überholt ist"><strong>Powerfrau</strong></a> und kein Lady Boss und möchte auch nicht so genannt werden.</div>
</li>
<li>
<div>Empathie ist mir wichtiger als der Einsatz von Ellenbogen.</div>
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<li>
<div>Ich bin eine Scannerpersönlichkeit. Wenn etwas mein Interesse weckt, dann muss ich aufpassen, dass ich mich nicht verzettele.</div>
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<li>
<div>Ich sage mir oft: Das ist jetzt noch nicht dran. Damit kann ich gut leben.</div>
</li>
<li>
<div>Ich bin ein Buch-Messie. Ich kaufe immer mehr Bücher, als ich lesen kann.</div>
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<li>
<div>Ich hatte die ersten 8 Jahre meiner Selbstständigkeit keine Webseite. Kunden und Aufträge kamen trotzdem rein. Kann sich jemand noch an Xing erinnern?</div>
</li>
<li>
<div>Ich fühle mich lebendig, wenn Ideen aus mir herauspurzeln und ich neue Leidenschaften entdecke. Dann bin ich Feuer und Flamme und stürze mich sofort in meine kreativen Projekte.</div>
</li>
<li>
<div>Dranbleiben muss ich noch ein bisschen üben.</div>
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<li>
<div>Ich bin laut <strong><a href="https://www.tobias-beck.com/persoenlichkeitstest/?utm_term=tobias%20beck%20test&amp;utm_campaign=Persönlichkeitstest&amp;utm_source=adwords&amp;utm_medium=ppc&amp;hsa_acc=2642197029&amp;hsa_cam=17219576077&amp;hsa_grp=136168885346&amp;hsa_ad=597202005354&amp;hsa_src=g&amp;hsa_tgt=kwd-450872261499&amp;hsa_kw=tobias%20beck%20test&amp;hsa_mt=b&amp;hsa_net=adwords&amp;hsa_ver=3&amp;gclid=CjwKCAjwhNWZBhB_EiwAPzlhNoIWxuFAL8OYjeEe2uFerTx-3uFP4GlIMRq7SUoyAyTM9jRWRO7zlxoCUV0QAvD_BwE" target="_blank" rel="noopener" title="Der kostenlose Persönlichkeitstest der Tobias Beck Academy">Tiertest</a></strong> ein Chamäleon mit vielen Delfinanteilen.</div>
</li>
<li>
<div>Ich liebe die Abwechslung. Routinearbeiten langweilen mich.</div>
</li>
<li>
<div>Ich mag Kopf- und Fußmassagen.</div>
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<li>
<div>Ich liebe den Duft von Lavendel, Rosmarin und Rose.</div>
</li>
<li>
<div>Am liebsten laufe ich barfuß. Zu Hause sowieso.</div>
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<li>
<div>Ich liebe Käse in allen Variationen.</div>
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<li>
<div>Ich bin ein happy Homie.</div>
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<li>
<div>Aber ich bin auch gerne draußen: Ich liebe lange Walks and talks. Und Waldbaden.</div>
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<div>Ich habe immer im Homeoffice gearbeitet, auch schon vor der Pandemie.</div>
</li>
<li>
<div>Wenn ich Radio höre, dann höre ich <a href="https://www1.wdr.de/radio/cosmo/index.html" target="_blank" rel="noopener" title="Cosmo Radio - Der Sound der Welt"><strong>Cosmo Radio</strong></a> vom WDR, ehemals Funkhaus Europa, ganz früher hieß dieser Sender Radio Multilkulti. Die Älteren unter uns werden sich erinnern.</div>
</li>
<li>
<div>Ich habe mal ein Flugzeug von Genf nach Berlin verpasst, weil meine Schweizer Freunde mit mir unbedingt zum Abschied ein richtig gutes Schweizer Käsefondue in Fribourg essen wollten.</div>
</li>
<li>
<div>Ich fahre keine Achterbahn, aber in ein Riesenrad würde ich einsteigen.</div>
</li>
<li>
<div>Ich trällere gerne Italo-Pop Songs mit und verstehe sogar die Songtexte!</div>
</li>
<li>
<div>Ich habe keine eigenen Haustiere, aber in der Mittagspause besuche ich immer zwei niedliche Shetland-Ponys und füttere sie mit einer Möhre.</div>
</li>
<li>
<div>Ich liebe das Mittelmeer, aber mich zieht es auch nach Skandinavien.</div>
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<div>Ich mag den Hygge-Modus, aber bitte ohne Duftkerzen.</div>
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<li>
<div>Filme und Serien schaue ich gerne in der Originalfassung.</div>
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<div>Am 15.12.2020 habe ich mir zum letzten Mal den Ansatz gefärbt und die Farbe rauswachsen lassen. Es ist okay graue Haare zu haben.</div>
</li>
<li>Ich lerne gerade bloggen und es macht mir immer mehr Spaß.</li>
<li>Eigentlich mache ich Pilates, aber seit einem halben Jahr kommt mir immer etwas dazwischen.</li>
<li>Ich habe Anglistik / Amerikanistik studiert, war aber noch nie in einem englischsprachigen Land.</li>
<li>Ich messe Menschen an ihren Taten und nicht an ihren Worten. Das war ein etwas längerer Lernprozess.</li>
<li>Ich schreibe mit einem Füller besser als mit einem Kuli.</li>
<li>Ich fahre gerne nachts mit dem Auto durch die Stadt.</li>
<li>Wennn ich einen Secondhand-Laden betrete, dann bleibe ich solange, bis ich einen Schatz gehoben habe.</li>
</ol>
<p><strong><span style="color: #6bc1ad;">#RapidBlogFlow2022 #FunFacts #BloggenLernen #Blognacht #BloggenMitAnna</span></strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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			</div></p>
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