Schatz, warum lernst du Schwedisch?
Wir fahren doch nach Mallorca!
Mein Ex-Freund schaute mich fassungslos an, als aus meiner Sprach-Lern-App kurz vor unserem Urlaub schwedische Laute tönten. „Muss man denn unbedingt vor dem Mallorca-Urlaub Spanisch lernen?“, schoss es mir durch den Kopf. Eigentlich nicht. Es sei denn, man möchte Kellner oder
Mallorca ist längst ein kosmopolitischer Ort. Das Personal in Hotels und Gastronomie ist multilingual unterwegs. Ich spreche schon zwei romanische Sprachen: Französisch und Italienisch. Das ist Fluch und Segen zugleich. Denn das Italienische kommt mir beim Spanischlernen immer wieder in die Quere. Manchmal fühle ich mich wie ein wandelndes Sprachen-Wirrwarr, wenn ich beim Bäcker auf Mallorca „Grazie“ statt „Gracias“ bestelle und die Verkäuferin nur mitleidig lächelt.
Bei Schwedisch kann ich nicht schummeln. Ich muss von Anfang an üben, besonders die Aussprache. 🙈 Denn schwedische Wörter und Sätze richtig zu intonieren, ist eine Kunst. Es ist kompliziert, im gesprochenen Schwedisch einzelne Wörter zu identifizieren, da Schweden gerne Endungen verschlucken oder Präpositionen vernuscheln. Daran muss sich das deutsche Ohr erst mal gewöhnen.
Und so spreche ich schwedische Sätze so lange in mein Smartphone, bis die App sagt: „Du klingst wie ein Profi“. Erst, wenn die App zufrieden ist, bin ich es auch. Im Urlaub auf Mallorca kannst du dich
Diese Insel hat so viele Facetten. Abseits der überfüllten Strände entfaltet sich eine raue, ursprüngliche Schönheit, die perfekt zu meiner neu entdeckten Sprach-Leidenschaft passte. Genau dort, inmitten der herrlichsten Natur, trafen wir auf Filippa und Anders, ein Pärchen aus SCHWEDEN. 🇸🇪
Sie waren skandinavisch-weltoffen, kommunikativ und sprachen einfach exzellent Englisch. Selbst komplizierte Sachverhalte verstanden beide in die richtigen Worte zu kleiden. Auch nach unserem Urlaub standen wir in engem Kontakt und verabredeten uns per Videocall zur FIKA, der traditionellen schwedischen Kaffeepause. Fika war für mich mehr als nur Kaffeetrinken; es war ein heiliges Ritual der Entschleunigung. Diese kleinen, bewussten Pausen mit meinen neuen Freunden gaben mir Kraft und motivierten mich, dranzubleiben.
Meine App-Journey mit Schwedisch
Meine Lernreise begann mit Memrise: Die visuelle Unterstützung und die kreativen Lernkarten halfen mir enorm, ein erstes Vokabular aufzubauen und die Begriffe fast spielerisch zu verankern. Danach wechselte ich zu Babbel. Diese App wurde zu meinem „Grammatik-Anker“, denn sie erklärte mir die Strukturen hinter den schwedischen Sätzen so logisch und praxisnah, dass ich endlich den Satzbau verstand. Zum Schluss kam Duolingo ins Spiel. Das spielerische Design und der sanfte Druck durch die täglichen „Streaks“ hielten mich konsequent bei der Stange, selbst wenn meine Motivation mal einen kleinen Durchhänger hatte. Wichtig ist an dieser Stelle, dass sowohl Memrise als auch Duolingo Schwedisch über Englisch als Ausgangssprache vermitteln.
Das Fazit
💎 Sprachen verbinden: Wir sprechen jetzt regelmäßiger Englisch, denn es reicht nicht, sich nur passiv Filme im Original auf Netflix anzuschauen. 🇺🇸
💎 Freundschaften entstehen: Es war mein Wunsch, durch das Schwedischlernen neue Freunde zu gewinnen. Auch wenn meine schwedische Freundin mir nach dem Urlaub anfangs noch textete, ist der Kontakt sehr bald danach komplett abgebrochen. (Update 2026)
💎 Unser Plan: Wir wollten eigentlich auch zusammen Spanisch lernen. Der Plan ist nun auch obsolet. 🇪🇸 (Update 2026)
Nach unserem Urlaub sagte mein Freund, der mittlerweile auch mein Ex -Freund ist, zu mir: „Manchmal ergibt es für mich nicht immer gleich Sinn, was du machst. Aber ich habe jetzt verstanden, warum du Schwedisch lernst.“ Und er hat recht: Manchmal führen unerwartete Umwege zu den schönsten Begegnungen – auch wenn sich Lebenswege wieder trennen.
Sprachen lernen beginnt oft mit einem kleinen Impuls
Sprachenlernen muss nicht perfekt sein. Manchmal reicht es schon, wieder ein Gefühl für eine Sprache zu bekommen, ein paar Wörter aufzufrischen oder sich im Alltag ein kleines Lernritual zu schaffen.
Wenn du gerade Lust hast, eine Sprache neu zu lernen oder wieder einzusteigen: Babbel bietet aktuell 34 % Rabatt auf Lifetime vom 21.05. bis 31.05.2026.
Vielleicht ist das genau der kleine Schubs, um wieder anzufangen.
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MOIN ❤️ Hier schreibt Yvonne. Ich verbinde Publishing, Sprachen und digitale Barrierefreiheit. In meinem Journal schreibe ich über gute Kommunikation, kluge Strukturen und die kleinen Beobachtungen dazwischen.


Hallo Yvonne,
wow, du bist ja genauso ein Sprachenfan wie ich. 😀 Nur dass deine Fremdsprachkenntnisse vermutlich um Längen besser sind als meine. Ich spreche ganz gut Englisch, mein Französisch ist leider sehr eingerostet (da hatte ich mal Level B1, aber ich zweifle daran, dass ich das heute noch habe). Außerdem lerne ich gerade Spanisch, da bin ich aber noch Anfänger. Schwedisch würde ich auch gerne noch lernen. Meine absolute Herzenssprache ist aber Indonesisch. Ich spreche bisher nur ein paar Brocken, aber ich würde diese Sprache so gerne fließend können. Hach!
Übrigens passiert es mir beim Spanisch lernen öfter, dass sich französische Begriffe reinmogeln. Aber ich denke, bei Italienisch ist die Gefahr noch größer, das kann ich daher gut verstehen.
Ganz liebe Grüße
Mim
Liebe Mim,
danke für deinen Kommentar. Ich lerne immer mal wieder Spanisch, aber dadurch dass ich Italienisch zuerst gelernt habe, spreche ich „un español italianizado”. Bei mir mogeln sich nicht nur italienische Wörter ins Spanische, sondern ich spreche sie auch noch mit italienischem Akzent aus.
Vielleicht sollte ich mal einen Blogpost machen, mit welchen Ressourcen man am besten Spanisch lernt …
Liebe Grüße. Yvonne